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Das Morgenland · 1843-06-01 · 6 (6.1843) · p. Seite 188

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
6 (6.1843)
Date
1843-06-01
Page
Seite 188 (sequence 28)
Language
German
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188 Der Araral. schwunden sind, dazu über 480 kurdische Taglöhner. Von der Bevölkerung des Dorfes blieben nur 114 Individuen am Leben, welche theilS ländlicher Geschäfte wegen in der Umgegend abwesend, theils auf Reisen waren. Die» ser kleine Rest der unglücklichen Bevölkerung wohnt jetzt zerstreut in der Ebene des Arares im bittersten Elend, pnd der Roah'Bcrg ist wieder so einsam, wie zu jener Zeit, wo die Sündflut dort alles Lebendige vernichtet hatte. Das verheerende Erdbeben, welches den Ausbruch am Ararat begleitete, hatte in der großen Ebene auf» fallende Wirkungen. Nahe bei den Ufern des Arares und des Karasu bildeten sich viele Spalten, aus wel» chen die hervorbrechenden Gase sowohl Wasser, als Fluß« fand und Erdklumpen einige Ellen hoch empor warfen. Aus andern Riffen sprudelte Wasser empor. Im Fluß« bett des Arares entstanden an vielen Stellen kleine Schlünde, aus welchen durch die Gase das Wasser des Flusses mit brausendem Sprudel emporgeblasen wurde, so daß im Strombett eine lange Reihe höchst merkwür« diger Springbrunnen zu sehen war, während an vielen Orten das Wasser über die Ufer trat und Ueberschwem« mungen verursachte. Die meisten Risse, die selten über zwei Klafter im Durchmesser hatten, schlyffen sich nach dem Erdbeben, andre blieben noch wochenlang geöffnet, und selbst im Monat August sah man deren noch, be» sonders im Bett des ArareS, wo an einigen Stellen das Wasser fortwährend in ziemlich dickem Strahle empor» brauste, an andern Stellen in die kleinen Schlünde wir« belnd hinabfloß. Es hatte diese Erscheinung viel Aehn» lichkeit mit den sogenannten Mofetten, welche nach den Ausbrüchen des Vesuvs regelmäßig im ganzen Umfang dieses Feurrberges bemerkt werden. Der Unterschied ist

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