Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 6 (6.1843)
- Date
- 1843-06-01
- Page
- Seite 187 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Der VrdNt. 18? tcn, denn die Rauchsäule hatte, wie erwähnt, auch eine röthliche Färbung. Gewiß aber ist, daß von jenen hell« leuchtenden Flammen, welche sonst bei vulkanischen AuS« brächen, von Lavaströmen begleitet, oft alS unermeßliche Feoersäulen aus den Kratern der Vulkane hervor« brechen, nichts zu sehen war. Die bläuliche und röthliche Färbung des Dampfes ging bald in ein dunkles Schwarz über, und zugleich wurde die Luft« mit einem höchst un? angenehmen Schwefelgeruch erfüllt. Inzwischen tobte der Berg fortwährend, und die Erde bebte von unauf« hörlichem Donner; neben dem unterirdischen Krachen und Brüllen war da- Saufen der wie Bomben durch die Luft geschleuderten Steine, worunter Felsstücke von unglaublicher Größe (ich habe unter den Auswürflingen Steine bemerkt, deren Gewicht gewiß 500 Eentner übersteigt), sehr deutlich hörbar. Ebenso konnte man das Knallen der Steine, die sich im Flug berührten, von dem donnernden Knall, der aus dem Berge kam, deutlich unterscheiden. Wo diese großen Steine fielen, da blieben sie auch liegen; bei der sehr allmähligen Neigung des Bodens am Fuß des Berges war ein weites Rollen der Steinmaffen nicht möglich. Der Ausbruch dauerte nicht ganz eine volle Stunde. AlS die Dämpfe verschwunden waren und der Stein« und Kothregen geendigt hatte, war nichts mehr zu sehen von dem großen reichen Dorf Arguri, von dem berühmten Kloster, von all den Feldern, den Fruchtbäumen, welche hier so viele Jahre eines ungestörten, stillen Gedeihens gehabt, und mit ihnen hatte die ganze harmlose Bevölkerung, welche diese Gärten gepflanzt und gepflegt, unter den auSge« spieenen Steinmassen ihr Grab gefunden. Es waren gegen 1580 armenische Bewohner von Argnri und acht Mönche nnd Diener deS Klosters, welche spurlos ver«