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Das Morgenland · 1843-05-01 · 5 (5.1843) · p. Seite 154

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
5 (5.1843)
Date
1843-05-01
Page
Seite 154 (sequence 26)
Language
German
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154 Line armenisch» Hochleit in vama«k. feurig, leider beständig nach den Schläuchen schmeckt, won'n er aufbewahrt wird, in kleinen Gläseni gereicht. Ihn brachten Diener, welche besser gekleidet waren und einen höhern Rang einnahmen, als die, welche die Speisen auftrugen. ES war Mitternacht alS die Tafel aufgehoben wurde, worauf, wie schon oben beschrieben, Diener Waschbecken, Handtücher und dergleichen reichten; zwei erschienen dann mit einem Rauchfaß, und während sie uns damit räucherten wurde NnS von andern Rofenwaffer aus kleinen krystallenen Fläschlein über die Kleider gegossen. Während der ganzen Mahlzeit war der Bräutigam nicht znm Dorschein gekommen; aber kaum waren die Tafeln weggeräumt, so erschien derselbe wieder, und nahm seinen Platz aufs neue zwischen den beiden grünen Wachskerzen an der Thür. Jetzt erfolgte daS Ruhestündlein, das der Türke mit dem unübersetzbaren Wort Kef bezeichnet, etwas das wir Europäer durchaus nicht nachmachen können. Sobald wir uns nach dem Essen zum Schlafen hinlegen oder hinsetzen verwandeln sich die tausend Gedanken die uns nie verlassen in ängstigende Träume, und wir erwachen nach einem ruhelosen Schlummer, in Schweiß gebadet. Aber der Orientale lehnt sich in seinem Divan zurück, denkt nichts und ruht behaglich zwischen Wachen und Schlafen, wobei er langsam aus einer langen Pfeife raucht. Selbst Muhammed empfiehlt diese Ruhe indem er sagt: »Schlafet den Schlaf Kailuleh (d. h. den Schlaf nach dem Essen), denn Satan schläft ihn nicht.» Dieser Zwischenakt dauerte heute Abend über ändert, halb Stunden, während welcher Zeit Mitternacht ihr Recht ausübte und auf dem ganzen Hause Grabesstille lag. Auf einmal aber erhob sich wieder das Geschnarre der Instrumente, und brachte die Ruhenden augenblick-

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