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Das Morgenland · 1843-05-01 · 5 (5.1843) · p. Seite 153

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
5 (5.1843)
Date
1843-05-01
Page
Seite 153 (sequence 25)
Language
German
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S»n« armenisch« Hochzeit in vamalk. zzA eines von gleicher Farbe und gleichem Stoffe in die Hand, welches er einen Augenblick an Mund und Augen drückte, worauf ihn der Ceremonienmeister bei der Hand nahm, und im ganzen Saal herum zu jedem Gast führte, dem er sofort die Hand küßte. Endlich kehrte er zu seinem Platz an der Thür zurück, setzte sich zwischen die beiden grünen Wachskerzen und blieb da bis 11 Uhr, der Zeit des Nachtessens. Zu diesem Zweck wurde ein kleines Gestell von etwa zwei Fuß Höhe hereingebracht, worauf man eine große Kupferplatte setzte, die wenigstens vierzehn Fuß im Umfang hatte, und an deren Rand in Scheiben geschnittenes weißes Brot zwischen Rettichen, Selleri und Petersilie lag. Ein gleicher Tisch wurde in der andern Ecke deS Zimmers für die Geistlichen bereitet. Sobald das Essen begann zog sich der Bräutigam ins Nebenzimmer zurück, woher im gleichen Augenblicke sich die ungeschickte Musik von neuem hören ließ, welche jedoch zu unserm größten Vergnügen bald wieder aufhörte. Sie spielte, wie ein des Landes kundiger Freund erzählte, altarabische Melodien, zu welchen der Blinde in seinem schnarrenden Tone Mährchrn aus »Tausend und eine Nacht» hersagte. DaS Nachtessen wurde folgender« maaßen aufgettagen: Reis in Milch gekocht, Butterteig, die Suppe, mit einem Beigeschmack von Hammelfett, ein Hammelsbraten mit ReiS gefüllt, eine Reihe von Braten, Compot von Birnen, ein welscher Hahn mit Reis gefüllt, am Spieß gebratene Hühner, eine Reihe von an« denn Fleisch, Kebab (kleine Stückchen Fleisch, welche an hölzernen Stäbchen auf dem Rost gebraten werden, ein Lirblingsgericht der Türken), sodann Zwiebeln, Pillau mit saurer Milch und Käse. Bon Zeit zu Zeit wurde rother Libanonwein, der, obgleich sehr gut und

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