Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 5 (5.1843)
- Date
- 1843-05-01
- Page
- Seite 147 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachgrabungen in Ninive. 147 die Ruinen nur nach und nach mit Erde sind bedeckt worden, und daß die ober» Theile dem Einfluß der Luft weit länger ausgesetzt blieben. Im allgemeinen sind die untern Theile, die nothwendig zuerst mit Erde bedeckt wurden, vollständig, aber ihre Oberfläche ist mit einer Lage von körnigem Kalk überzogen, welcher die Inschriften ausfüllt und sie unleserlich macht. Die ober« Basreliefs dagegen und einige Theile der Inschriften sind von diesem Anflug frei, aber ihre Oberfläche ist von der Zeit und den Elementen abgenützt, so daß die Oberfläche der Steinplatten kaum einige Spuren der Sculptur und der am tiefsten eingegrabenen Buchstaben zeigt. Doch um auf die Beschreibung zurückzukommen — über dem Wagen findet man ein anderes Basrelief, aber die Nähe eines Hauses hat mich gehindert es ausgraben zu lassen; ich habe mich nur versichern können, daß unmittelbar vor den Pferden des Wagens ein Thier kommt daS kein Pferd ist, sondern, so weit der Zustand der Sache er. laubt, es zu unterscheiden, ein Elephant zu sein scheint. Ich habe jetzt noch die östliche Seite deS zweiten Gangs zu beschreiben. Man sieht hier zuerst zwei Reiter im Schritt und neben einander; derjenige, den man vollständig sieht, hat ein Schwert, einen Köcher und seinen Bogen auf der Schulter; seine Beine scheinen mit einem weitmaschigen Strumpf bedeckt, der wahrscheinlich eine Art von Rüstung war. DaS Pferd ist reich verziert, und die Zierrathen sind bemalt wie die andern. Ueber diesem Basrelief ist wie gewöhnlich eine Inschrift und über ihr ein anderes Basrelief, von dem man aber nur die Beine der Figuren sieht. Auf beiden Wänden des Ganges sieht man eine Figur mit einem Dreizack und vor ihr eine geflügelte Figur mit einem Korb in der Hand; weiterhin dreht sich die Mauer gegen Osten, und hier finden sich die beiden