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Das Morgenland · 1843-05-01 · 5 (5.1843) · p. Seite 148

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
5 (5.1843)
Date
1843-05-01
Page
Seite 148 (sequence 20)
Language
German
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148 Nachgrabungen in Ninive. kolossalen Figuren von denen ich in einem frühem Brief gesprochen hatte. Die Bauart ist in den neu ausgegrabenen Theilen noch immer die alte, die Wände bestehen aus ungeheuer« Platten von marmorartigem Kalk hinter denen man nichts als Erde findet. Diese Platten haben nicht über drei Zoll Dicke. Ich fange an, zu glauben, daß der innere Zwischenraum zwischen den Wänden ursprünglich leer war und daß er erst mit der Zeit mit Erde ausgefüllt wurde. DaS Dach, im Fall das Gebäude eins hatte, mußte auf diesen Platten.ruhen, die. unter sich mit Nägeln und kupfernen Banden zusammengehalten waren, wovon man noch zahlreiche Reste findet. Die Erde welche den innrrn Raum zwischen den Wänden ausfüllt unterscheidet sich in nichts von der, welche die Gänge anfüllt. Man findet in der Erde außer kupfernen Nägeln eine Menge von Stücken eines schönen blauen Kitts welcher dem ähnlich ist, den man an den Basreliefs sieht; und da man auch viel Kohle findet, so vermuthe ich, daß das hölzerne Dach verbrannt ist, und dieses die Gypswände zu Kalk verwandelt hat. Dieß ist, glaube ich, die Ursache der Beschädigung, welche der Art ist, daß ich fürchte, man möchte nichts von den Basreliefs retten können. Alles fällt in Stücke, und ohne die Stützen, welche gegenwärtig die Mauern halten, wäre alles schon eingefallen. Ich hoffe jedoch die große weibliche Figur und die drei Inschriften, welche den Boden der Gänge bilden zu retten. Von kleinern Gegenständen hat man nichts gefunden, als ein Stück ungebrannten Thons, welches den sehr deutlichen Abdruck einer mythologischen Scene enthält, nämlich die sehr oft dargestellte eines Mannes der »inen auf den Hinterbeinen stehenden Löwen am Kopf hält und mit einem Schwert durch-

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