Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 4 (4.1843)
- Date
- 1843-04-01
- Page
- Seite 111 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Äeuhtchte Jerujalems. 111 unter dem Drucke der Muhammedaner seufjten. Die Lage dcS heiligen Landes musste natürlicherweise insbesondere seine Aufmerksamkeit ans sich ziehen. Gr sandte Botschaften nach der heiligen Stadt, dort Almosen auSzutheilen; auch gab er denselben Geschenke für den Kalifen und den Auftrag mit, sich bei ihm für seine christlichen Unterthanen zu verwenden. Harun empfing die Abgesandten auf das Höflichste, gewährte ohne Säumniß alle ihre Gesuche, und ging sogar so weit, dem Kaiser Karl die Obergewalt über das heilige Grab und dessen Zubehör zu übergeben*). Bei ihrer Rückkehr wurden die Gesandten von denen des Kalifen begleitet, welche reiche Geschenke, Kleidungsstücke, Speccreien und die auSerwähltcsten Erzeugnisse der östlichen Welt mit sich führten, und dem Kaiser die Schlüssel des heiligen Grabes und von Ealvaria als Zeichen des Besitzes überbringen sollten. Schon einige Jahre früher hatte der Kalife ihm auf sein Gesuch den einzigen Elcphanten übersandt, den er gerade besaß. Bis zum Ende seines Lebens fuhr Karl der Große fort, zur Unterstützung armer Christen und zum Wiederaufbau der Kirchen Almosen nach Jerusalrni zu senden. Seinem Beispiele folgte sein Sohn Ludwig der Fromme und sein Enkel Ludwig der Deutsche. Dieß waren daher die Sonnentage brr Wallfahrten. Allein nach dem Tode Haruns trübte die Aussicht sich von neuem. Der Zwiespalt zwischen seinen Söhnen zog sich auch in die Provinzen; daü Volk theilte sich in Factionen; und alle Parteien waren froh, ihre Wuth an de» Ehristen auslaffcn zu können. Die heilige Stadt entging dem Sturme nicht; Kirchen wurden zerstört, und Gotteshäuser geplündert. *) .Seil eliain sacrum illiiiu et kalutarem loi-uni, ul illius jio testali asrrilM-rclur. «oiinvsil. Eyiuliarili lila Caroli