Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 4 (4.1843)
- Date
- 1843-04-01
- Page
- Seite 109 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschichte Jerusalem«. |Ott menge aus allen Gegenden einzufinden pflegt, um gegen» sritig mit einander zu handeln und zu verkehren. Gegen dieMitte deS achten Jahrhunderts kam nach lan» gen Kämpfen das Scepter der Kalifen von dem Geschlechte der Omajaden auf das der Abbasiden. Ungefähr um das Jahr 750 erbaute Almansor (el Mansur), der zweite seines Namens, die Stadt Bagdad und verlegte den Sitz des Kalifats von Damask nach seiner neuen Hauptstadt an den Ufern des Tigris. Die Lage der eingeborenen Christen im Orient scheint schwieriger und unsicherer ge» worden zu sein. Patriarchen und Bischöfe wurden abgesetzt und vertrieben nach den Launen ihrer mnhammedanischen Herrscher, dabei fehlte es nicht an Erpressungen und Bedrückungen aller Art. Doch scheint man die Pilger aus dem Abendlande im Ganzen mit günstigem Auge angesehen zu haben und selten wurde einem von ihnen ein Leid zugefügt oder ein Hinderniß in den Weg gelegt. Unter ihnen befand sich zu dieser Zeit St. Maldeveus, Bischof von Berdun in Frankreich, der seiner Frömmigkeit und eifrigen Andacht wegen einen-stark«, Eindruck auf den Patriarchen Eusebius machte. Um das Jahr 786 machte St. Willibald, Bischof von Eichstädt, mit sieben Gefährten die Wallfahrt nach dem heiligen Lande, daS sie in allen Richtungen durchreisten, indem sic nicht weniger als viermal nach Jerusalem kamen; »ach Emeffa und Damask zweimal. Zuerst gingen sic durch Emessa (Homs) auf ihrem Wege nach Jerusalem, und die Einwohner, die nicht an den Anblick von Pilgern gewöhnt waren und nicht wußten woher sie kamen, verwunderten sich über ihr seltsames Aussehen, und hielten sic für Spione. Sie wurden vor einen reichen Scheikh geführt, um eraminirt zu werden; dieser nachdem er sie befragt, sagte: »Ich habe oft Männer auü ihrem Welt-