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Das Morgenland · 1843-04-01 · 4 (4.1843) · p. Seite 103

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
4 (4.1843)
Date
1843-04-01
Page
Seite 103 (sequence 7)
Language
German
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Oeschicht« Lrrusulem«. 103 bet» achtete man am Hofe des Königs Guntram von Burgund den Wein von Gaza als das Köstlichste. Eben so reisten auch die Kauflcnte von Syrien und dem Orient mit ihren Maaren nach dem Abendlande, und dehnten ihre Wanderungen über den größer» Theil von Frankreich und Spanien ans. Eine andere Ursache, die dazu beitrug, zu dieser Zeit und späterhin Wallfahrten nach dem gelobten Lande zu veranlassen und zu vervielfältigen, war das Verlangen, Reliquien von Heiligen zu erhalten, von denen keine geringe Zahl unserm Heiland selbst angehört haben sollte. Um diese Zeit wurden die Gebeine und andere Ueberrrste besonders solcher, die das-Märtyrthum erduldet, Gegenstände abgöttischer Verehrung. Kirchen und Klöster hielten rS für nothwcndig, wo möglich die Skelette oder wc» nigsteus andere Andenken ihrer Schutzheiligen zu besitzen, und wenn dies nicht, doch die von andern berühmten Heiligen, um auf diese Weise ihr eigenes Ansehen unter dem Volke zu vermehren. Der Besitz einer Reliquie wurde für ein Schutzmittel gegen aller Art Ucbel grbalten, und der Eid der über einer solchen geleistet worden galt für doppelt heilig. Es wurden dieselben daher mit großer Begierde gesucht und zu hohen Preisen verkauft. Aber nicht allein aus dem heilige» Lande kamen die Reliquien; sie wurden auch in unserm Weltiheile in großer Zahl gefunden; denn die Heiligen in Frankreich und Spanien, besonders aber die in Italien, verfehlten nicht, Andenken von sich zu hinterlassen, die alle eine wunderwirkende Kraft besitzen sollten. Doch reichten dir wenigen wirklich vorhandenen llrbrrrrstc bei weitem nicht auS, und es mußte kiinstlich nachgrholfrn werden. So trieb; B. ein gemeiner Mann i» Frankreich im Jabr 1027 eine» regelmäßigen Wandel mit selbst.

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