Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 4 (4.1843)
- Date
- 1843-04-01
- Page
- Seite 99 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschichte Jerusalem« »0 Ägypten in Syrien und Palästina ein. Hier fand der Saamen einen empfänglichen Boden, schlng ans der Stelle tiefe Wurzeln und verbreitete sich mit reißender Schnelle über das ganze Land. Den Juden war <S zu Constantin's Zeit wieder er» laubt worden sich Jerusalem zu nähern, und wie es scheint auf ihrem vaterländischen Boden zu wohnen. Unterder Regierung seine- Nachfolgers Eonstantius mach« ten sie die hauptsächlichste Bevölkerung zu Diocäsarea (Sepphoris, 3 Stunden von Nazareth) aus, und fühlten sich stark genug, um in einem Aufstand die Waffen gegen die Römer zu ergreifen. Allein sie wurden bald bezwungen und diese Stadt dem Erdboden gleich gemacht li. I. 339). — Der Kaiser Julian bestrebte sich, als er vom Christenthum abfiel, aus Politik daS Vertrauen der Juden zu gewinnen. Er begünstigte sic, gewährte ihnen gewisse Vorrechte, und erlaubte ihnen nach Jerusalem zurückzukehren und ihren heiligen Tempel wieder aufzubauen. Demgemäß fingen sie um das Jahr 362 an, den Grund dazu zu legen; aber nach gleichzeitige» Schriftstellern scheiterte der Versuch an übernatürlichen Hindernissen.*) Unter den Nachfolgern Julians scheinen die Befehle, welche den Juden verboten in Jerusalem zu wohnen, crnenert worden zu sein; denn Hieronymus erzählt, daß zu seiner Zeit eS ihnen nur Einmal im Jahr erlaubt war, die Stadt zu betreten und über ihren Tempel zu weinen. So fuhren sie fort, nach einem Auf« .enthalt in dem Land und der Stadt ihrer Väter zu rin- *) Ammian schreibt I.), »Furchtbare Flammen, welche häufig bei den Fundamenten hervorbrachen und etliche Male die angefangenen Bauten terstirten, machten die Stelle unju» gänzlich, bi« man. dem hartnäckigen Elemente weichend, da« ganze Unternehmen aufgab. ->