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Das Morgenland · 1843-04-01 · 4 (4.1843) · p. Seite 98

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
4 (4.1843)
Date
1843-04-01
Page
Seite 98 (sequence 2)
Language
German
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SU Geichichte ^nufjlem«. daß Golgatha cm .öiiflfl war, Mattb. 27, 33. Marc 15, 22. Vnc.^23, 33. Joh. 19, 17. Weder Eusebiuo, noch Cyrillus (ausser wo ihn die lateinische Uebersetzung so sagen läßt), noch Hieronymus, noch die andern Geschichtschreiber deS vierten und fünften Jahrhunderts sprechen davon wie von einem Berge. Allein der Ausdruck muß früh in Umlauf gekommen sein, denn man findet die Bezeichnung Golgathas als eineS Hügels oder Berges bei allen folgenden Schriftstellern und Pilgern. Die hier errichtete Kirche wird als außerordentlich groß beschrieben; das Dach war mit Blei gedeckt, das Innere mit verschiedenen Arten Marmor belegt, die Decke mit geschnitztem Holzwerk verziert; das Ganze glänzte überall von Gold. Diese Kirche führte den Rainen Martyrien, da sie «brr der Stätte der Passion deS Heilandes sollte erbaut sein. Die Capelle über dem Grabe ward die AnastasiS — Auferstehung — genannt. Das hohe Beispiel der Helena, die vermeintliche Entdeckung der heiligen Stätten und die Errichtung aller dieser glänzenden Kirchen — alles wirkte zusammen, die Aufmerksamkeit der Christen mehr und mehr auf Jerusalem zu lenken und ihre Sehnsucht darnach zu erwecke». Bei den verminderten Schwierigkeiten und Gefahren wurden die Wallfahrten immer häufiger, und eines der wichtigsten literarischen Dokumente auS jener Zeit ist das Reisebus eines solchen Wallfahrers aus Bordcanr in Frankreich im Jahre 333 (Itincrarimn Hicrosolymiinniini, non Biinli|jalcn*e). Die Einweihung der Kirche deS heiligen Grabes i. I. 335 nach Chr. ward jährlich durch ein Fest gefeiert, daS eine ganze Woche dauerte; dazu strömten Schaaren von allen Gegenden der Welt herbei. Gegen die Mitte desselben Jahrhunderts führte zuerst Hilarion das Klausner- und Mönchs-Leben von

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