Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 3 (3.1843)
- Date
- 1843-03-01
- Page
- Seite 94 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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*4 Zug« au« kem Orient den glaubte, welchen der Wind mit Ungestüm peitschte. Unsere gegen den Wind gerichteten Körpertheile wurden ungewöhnlich erhitzt, und wir empfanden ein fremdartiges Schmerzgefühl, vergleichbar mit den Stichen feiner Nadeln, wobei ein eigenthümliches Geräusch hörbar war. Ich glaubte anfangs, dieses schmerzliche Gefühl an den entblößten Körperstellen würde durch das Anschleudern der durch den Sturm fortbewegten kleinen Steinchen verursacht. Um die Größe derselben zu beurtheilen, wünschte ich welche mit meiner Mütze aufzufangen; aber wie war mein Erstaunen, als eS mir nicht glücken wollte, irgend eines dieser vermutheten Steinchen habhaft zu werden. Nun erst bemerkte ich, daß die schmerzhafte Empfindung auf der Haut keineswegs von den angeschleuderten kleinen Steinchen oder dem Sand herrühre, sondern daß es vielmehr die Folge einer unsichtbaren physischen Kraft sei, die ich nur mit dem AuSströmen einer elektrischen Flüssigkeit vergleichen kann. Nun nach dieser ersten Bermuthung ward ich aufmerksamer auf eine genaue Beobachtung der mich umgebenden Naturerscheinung. Ich bemerkte, wie sich alle unsre Haare etwas sträubten, wie der stichartige Schmerz auf der Haut besonders an den Stellen der Gelenke und der Extremitäten fühlbar war, gleich als wenn ich auf einem isolirten Stuhle electriflrt würde. Um mich ganz zu überzeugen, daß die uns quälende schmerzliche Empfindung nicht von Strinchen herrühre, die der Sturm heftig anschleudere, spannte ich ein Stück Papier gegen die Windseite hin. Jedes Steinchen oder Sandkörnchen, ja der Staub selbst wäre hier dem Gesichts- oder Gehör-Organ bemerkbar geworden: nichts von allem diesem fand statt. Die Papierfläche blieb unverändert und geräuschlos. Ich streckte nun meine Arme aus, und alsobald vermehrte sich der l