Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 3 (3.1843)
- Date
- 1843-03-01
- Page
- Seite 88 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4872516-5427218-5427346--2159-4874601- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
- 8« Geschichte Jerusalems eilte verrichtete Alexander, damals Bischof inCappadocien, der nachher der Nachfolger des Rarciffus in Jerusalem ward, und die andere ein Frauenzimmer. Im Anfang des vierten Jahrhunderts waren diese Pilgerschaften allgemeiner geworden; denn Eusebius schreibt ungefähr um daS Jahr 315 von Christen, die nach Jerusalem von allen Enden der Welt kamen. Die Bekehrung des Kaisers Eonstantin war ein weltlicher Triumph für das Christenthum, das nun die StaatSreligion wurde. Die Hindernisse, die sonst den Wallfahrten nqch der heiligen Stadt im Wege gewesen, waren nun hiuweggeräumt. Die Zahl der Pilger wuchs, und ein Beispiel von bedeutendem Einfluß ward den Gläubigen durch Helena, die Mutter des Kaisers, gegeben. In einem Alter von beinahe achtzig Jahren, doch mit jugendlich frischem Geiste, machte fie sich im Jahr 326 selbst nach Palästina ans, um die heiligen Stätten zu besuchen und Gott für das Glück ihres Sohnes und ihres Hauses zu danken. Nachdem sie ihre Andacht an den vermeintlichen Stellen der Geburt und Himmelfahrt verrichtet, ließ sie, durch die Freigebigkeit ihres Sohnes unterstützt, prächtige Kirchen an den nämlichen Stellen erbauen, d. h. eine in Bethlehem und eine auf dem Oelberg; beide wurden nachher durch reiche und kostbare Geschenke von Eonstantin selbst auSgeschmückt. Sie kehrte nach Constantinopel zurück und starb dort kurz darauf, 32? oder 328 n. Ehr. Unterdessen erwachte, wie Eusebius uns berichtet, nach den mit dem Concilium zu Nicäa verbundenen Vorgängen, im Kaiser Eonstantin selbst der Wunsch, nicht phne eine göttliche Ermahnung, ein rühmliches Werk in