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Das Morgenland · 1843-03-01 · 3 (3.1843) · p. Seite 87

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
3 (3.1843)
Date
1843-03-01
Page
Seite 87 (sequence 23)
Language
German
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Geschichte Jerusalem». 87 Itengemeine vo» Jerusalem, die sich insgcsammt vor der Belagerung durch TitnS nach Pella über den Jordan zurückgezogen haben soll, sich wieder in der neuern Stadt niederließ, und, um so viel als möglich jeden Schein des Judenthums vo» sich zu entfernen, ihren Bischof MarcuS und seine Nachfolger aus den Heidenchristcn wählte. Bon MarcuS bis Macariuö, zu der Zeit Constantins, werden 23 christliche Bischöfe in Jerusalem aufgezählt, von denen übrigens nur wenig bekannt ist. Von NarciffuS, im Anfang drS dritten Jahrhunderts unter Severns, wird berichtet, daß er Wunder gethan habe; sein Nachfolger Alerander gründete eine Bibliothek in Jerusalem, welche zu EusebinS Zeiten, beinahe hundert Jahre später noch, vorhanden war. Jedoch sowohl diese beiden Bischöfe als auch die übrigen Christen waren beständigen Verfolgungen ihres Glaubens wegen ausgesetzt, und überhaupt cristirte die christliche Kirche in Jerusalem und überall nur durch Duldung. Die Strenge gegen die Juden scheint während dieses ganzen Zeitraums von beinahe 200 Jahren nicht nachgelassen zu haben; sie waren verbannt aus dem Laude ihrer Väter und selbst daS gemeine Fremdenrecht war ihnen auf seinem Boden versagt. Erst seit den Tagen Constantins wurde cS ihnen wieder vergönnt, sich der heiligen Stadt zu nähern und einmal im Jahre sie zu betreten, um über den Trümmern ihres alten Heiligthumö zu weinen. Unterdessen hatte das Christenthum in Palästina selbst und in andern Theilen deS römischen Reichs sich immer mehr ausgcbreitet, und die Christen — namentlich in den übrigen Provinzen sehnten sich, die heilige Stadt zu schauen und die Stätten so mancher großer Ereignisse und geheiligter Erinnerungen. Schon in> dritten Jahrbundert ist von zwei solchen Pilgerschaften die Rede:

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