Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 3 (3.1843)
- Date
- 1843-03-01
- Page
- Seite 73 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Di« Stakt Jerusalem. 7S breite Thor an der Ostseite des Tempelberges, von den Eingebornen Bab-ed-DaharijeK, das ewige Thor, genannt; die Franken nennen es das goldene Thor*). Durch dieses Thor herein nahm vormals am Palmsonntage die Processton der Christen ihren Weg, mit dem Patriarchen an der Spitze, und nach der Ucberlieferung ist eS dasselbe Thor durch welches Christus unter dem Hosianna-Ruf deS Volkes nach dem Tempel hereinzog. Die Türken haben dieses "goldene Thor» vor Jahrhunderten vermauern lassen, weil bei ihnen die Weissagung umlief, es werde einst an einem Freitag durch dieses Thor ein siegreicher Held und König der Christen seinen Einzug halten. Als ob man mit Mauersteinen einer Weissagung ihre Erfüllung verbauen könnte! Gesetzt diese Prophezeiung wäre richtig, so würde das türkische Mauerwerk im Thore gerade so viel ausrickten als das Siegel der Hohenpriester auf dem Grabe Christi. Innerhalb der eben beschriebenen Mauern und Thore und theilweise noch außerhalb derselben liegen die Hügel, welche die Stadt Jerusalem tragen oder getragen haben. Wir haben sie oben bereits aufgezählt und wollen sie nun im Einzelnen ihrer heutigen Beschaffenheit nach beschreiben. Der Berg Zion hatte diesen Namen schon als er noch in der Gewalt der Jebusiter war. Nachdem David denselben erobert und dorthin seinen Herrschersitz verlegt, gab er letzterm den Namen »Stadt Davids» (2. Sam. 5, 7), aber die alte Benennung behauptete sich dennoch, und der Name Zion ist ein unvergeßlicher geworden. Im Westen und Süden steigt der Zion schroff aus dem Thale Hinuom empor, welches letztere um die Süd, *) Dieser Name. «uit», geht mintrslrn« bis auf dir Zeiten ker Kreuuüge »urück.