Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 3 (3.1843)
- Date
- 1843-03-01
- Page
- Seite 72 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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72 Di« Statt Jerusalem. Bab, el, Subat, d. h. Thor der Stämme, wahrend die eingeborenen Christen ihm den Namen Bab Sitti Meriam, Thor meiner Frauen Maria geben, wahrscheinlich in Rücksicht auf die Kirche und das Grab der Jungfrau Maria unten im Thale Josaphat. Aus diesem führe» die Wege nach dem Oelberg, Bethanien u. s. w. Ueber diesem Thor sind an der Außenseite vier Löwen ausgehaucn, woraus wenigstens hervorgeht, daß es nicht ursprünglich ein Werk der Muham, mrdaner ist, da diese letzter» aus religiösen Gründen alle Anwendung von Bildern verabscheuen. Das südliche Thor auf dem Berge Zion ist auf dem Grundrisse durch eine in der Zeichnung der Mauer gelassene Oeffnung an« gedeutet, jedoch ohne Beisetzung deS Namens. Die Franken nennen eS ZiouS-Thor, bei den Einwohnern heißt es Bab-en-Nebi-Daud, Thor desPropheteu David, führt blos nach dem außerhalb der jetzigen Mauer gelegenen Theil deS Berges Zion. Fußpfade winden sich zwar von hier herab nach den Thälern Hinnom und Josaphat, aber kein bedeutender Weg geht davon aus. Diese vier genannten Thore sind die einzigen heutzutage gangbaren. Früher hatte die Stadt noch mehrere, welche aber geschlossen oder zugemauert worden sind. Bon diesen haben wir drei zu nennen. An der Nordseite, von dem Hügel Bezetha aus, führte das Herodes« Thor inö Freie. Es ist nur ein schmales Portal in einem der Thürme, und seit den Unruhen von 1834 verschlossen. Ein zweites schmales Portal ist das sogenannte Mistthor; es führt hinaus nach dem Bette deS Tyropöon, ist aber ebenfalls seit 1834 zugemauert (Schubert Reise, 2, 542. 544). Gegenwärtig noch führt ein Gäßche» durch Felder von indianischen Feigenbäumen nach diesem geschloffenen Thore hinab. Ein drittes ist daS