Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 3 (3.1843)
- Date
- 1843-03-01
- Page
- Seite 74 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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74 Die Stakt Jerusalem. West-Ecke des Berges fast in einem rechten Winkel sich hinzieht, indem es sehr schnell erst nach Süden und dann nach Osten hin zum Thale Josaphat abfallt. Da wo der Zion am höchsten über die niedrigste Stelle der an, stoßenden Thäler emporragt beträgt seine Erhöhung über den Thalgrund etwa 300 Fuß. Der Berg Zion selbst bietet eine ebene Strecke von beträchtlicher Ausdehnung längs seinem westlichen Rande dar. Die östliche Seite deS Bergs senkt sich steil, aber nicht überall schroff nach dem Thal hinab, welches ihn von dem Moriah trennt. Nur der nördliche Theil von Zion ist in die neuern Mauern eingeschlossen, und dieser ist hauptsächlich von dem jüdischen Viertel und von dem großen armenischen Kloster eingenommen. Hier bildet die Ostseite des Zion innerhalb der Stadt, welche an das Tyropöon anstößt, nachdem dieses Thal sich südlich gebogen, eine jähe Felswand von 20 bis 30 Fuß Höhe, welche gegenüber der Düd-West-Ser'te des Tempelberges hervorragt. Dieser Felsen ist noch in seinem natürlichen Zustande, und hat wahrscheinlich noch dasselbe Aussehen, wie zu der Zeit Ehristi, wenn gleich das anliegende Thal ohne Zweifel stark mit Schutt ausgrfüllt worden ist. Außerhalb der Mauern ist der ebene Theil von Zion eingenommen von den christlichen Begräbnißplätzen; dem angeblichen Hause des Kajaphas, das jetzt ein armenisches Kloster ist; dem Eönaculum, in welchem nach der Mönchssage Christus das Abendmahl eingesetzt, früher ein Franciscaner-Kloster, gegenwärtig eine Moschee, angeblich über dem Grabe Davids stehend. Der übrige Theil der Oberfläche des Berges Zion wird jetzt bepflügt und "die Stadt Davids» ist zu einem Ackerfelde geworden, wie schon Micha (3,121 und Jercmia (261 geweiSsagt hatten. Per östliche Abhang wird auch zum Theil bebaut, und