Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 3 (3.1843)
- Date
- 1843-03-01
- Page
- Seite 71 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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r Die Statt Jerusalem. 71 Zwischenräumen sind innerhalb Treppen angebracht, um - zu diesem bedeckten Gang aufzusteigen. Die Höhe der Mauern an der Außenseite wechselt je nach der Unebenheit des Bodens von etlich und zwanzig bis zu fünfzig Kuß. Im Norden findet sich stellenweise zu mehrcrem Schutz ein Graben außerhalb der Mauer in den Felsen eingchauen; an andern Stellen ist keine Spur von irgend einem Graben nnd man kann sich dem Fuße der Mauer unmittelbar nähern. Indessen würden nnerachtet ihrer Höhe und ihres wehrhaften Anblicks dennoch die Mauern von Jerusalem keinen Angriff der heutigen Belagcrungs, kunst ausznhalten vermögen. Jerusalem hat gegenwärtig nur vier Thore, welche offen und im Gebrauche, sind, nämlich eins an jeder von den vier Seiten der Stadt, gegen Norden, Süden, Osten und Westen. An der Westseite der Stadt liegt das Thor, welches im Lande selbst Bab-el-Khnlil, oder Hebron-Thor heißt, aber welches die Franken (die Europäer) das Thor von Bethlehem oder von Jaffa und zuweilen das Pilgerthor nennen; denn obschon Bethlehem und Hebron in südlicher Richtung von Jerusalem liegen, so pflegt man doch nach diesen Orten aus dem Jaffa-Thor zn gehen. Dieses Thor besteht aus einem massiven viereckigen Thurm. Im Norden ist daS Damasker-Thor, wie es die Franken nennen; beiden Eingebornen heißt es Bab-el-Amud oder Säulenthor. Es ist mit mehr Verzierungen versehen alö die übrigen. Die große Straße nach Nablus (Sichem), Damask nnd dem Norden führt durch dasselbe. Au der Ostseite der Stadt liegt das auf unserer Zeichnung mit dem alten Namen Schafthor angegebene Thor. Es liegt nördlich von dem ehemaligen Trmpelplatze, und heißt bei den Franken Stephansthor. Die Muselmänner nennen es