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Das Morgenland · 1843-03-01 · 3 (3.1843) · p. Seite 70

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
3 (3.1843)
Date
1843-03-01
Page
Seite 70 (sequence 6)
Language
German
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70 Oie Statt Jerusalem. ist, und die ganze Gegdnd gewährt einen öde» und traurigen Anblick. Jedoch gedeiht hier der Oelbaum im Uebcrfluß, und Getreidefelder erblickt man in den Thälcrn und auf den Flächen, aber sie sind weniger ergiebig als in der Gegend von Hebron und Nablus (Sichem). Weder Weinreben noch Feigenbäume gedeihen auf den hohen Gegenden um die Stadt, hingegen in den Gärten unterhalb Siloah und in der Nähe von Bethlehem sind Feigenbäume in großer Menge vorhanden. Die jetz^en Mauern von Jerusalem stammen aus dem Jahre 1542 oder 1543 unserer Zeitrechnung und wurden auf Befehl des Sultan Snleiman erbaut. Eine arabische Inschrift über dem J-ffä-Thor sagt dieses ausdrücklich und nennt das Jahr der Hedschra 948, welches mit dem oben angegebenen Datum zufammentrifft. So viel man urtheilen kann laufen diese neuen Mauern im Ganzen auf den Fundamenten jener älter«, welche während der Kreuzzüge verschiedene Male zerstört mtb wieder aufgebant wurden. Die zum Bau verwendeten Steine sind offenbar meistrntheils dem älter» Gemäuer entnommen, und viele davon deuten durch die Art ihres Zuschnittes auf ein Alter, das wenigstens bis an die Zeiten der Römer hinanfrricht. Ueberall sind die Mauern voll von kleinen Ritzen und Löchern, welche einen Zufluchtsort bilden für Schaaren von Eidechsen. Die Mauern haben durchaus ein stattliches und wehrhaftes Ansehen und sind in Zwischenräumen durch Thürme verstärkt. Erstere sind größtentheils mit einer Brustwehr versehen, daS heißt die Außenseite ist mehrere Fuß höher aufgebaut als der innere Theil der Mauer, so daß oben auf letzterer ein breiter, bequemer Gang für die Vertheidigrr bleibt, der durch jene, mit Zinnen und Schießscharten versehene Brustwehr geschützt ist. In passenden

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