Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 1 (1.1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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20 Zeichen der Zeit. Gewissen begehen, und nicht über das, was ihnen hei, lig ist, sich hinwegsetzen. Die Juden werden zwar von keiner Macht vertreten; gegen Bedrückung, die sie er« dulden, erhebt sich keine Gewalt dieser Erde; aber die Stimme ist ihnen nicht versagt, und die Stimme Jakobs überwindet die rohe Gewalt Esaus. Wir wollen zu Gott flehen, und Er wird leiten das Herz der Für, sten, daß sie einsehcn und erkennen, das Gutachten eines Seelsorgers rechtfertige nicht den Gewissenszwang, den sie auszuübcn sich anschicken. In diesen Blättern aber, die so manches Ungemach und manche Bedrückung Israels kommenden Geschlechtern berichten, sei auch das Verfahren des provisorischen Landrabbiners I. Hofmann, der die Regierung veranlaßte, seine Brüder, die sich hervorzubilden bestreben, zu zwingen, ihre heiligen Ge, setze zu verletzen, zur ewigen Schande und zur Schmach seines Namens aufbewahrt.« Der andere der beiden genannten, jüdischen Theologen schreibt aus Berlin und unterzeichnet sich blos mit dem Buchstaben M. Er stellt als Motto an die Spitze seines Aufsatzes die Stelle aus dem Propheten Jeremia Eap. 23, V. 1. 2.: »Webe über euch, ihr Hirten, die ihr meine Heerde verderbt und zerstreut, spricht der HErr. Darum spricht also der HErr, der Gott Israels, zu den Hirten: Ihr habt meine Heerde auseinander getrieben, ihr habt sie irre geleitet, ihr habt sie nicht beschützt, darum werde ich euch büßen lassen die Schlechtigkeit eurer Thaten, spricht der HErr." Im Eingänge seines Aufsatzes zeigt der Verfasser, daß die Consequenz des von dem Landrabbiner ausgestellten Grundsatzes dahin führen würde, alle Ueberzeugungstreue, womit in frühern Zeiten die Israeliten für ihren' Glauben namenloses Ungemach erduldeten, zur Thorheit