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Das Morgenland · 1843-01-01 · 1 (1.1843) · p. Seite 19

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
1 (1.1843)
Date
1843-01-01
Page
Seite 19 (sequence 24)
Language
German
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Zeichen der Zeit. IS gleicher Weise auch einen Eid zu verletzen sich berechtigt halten, wenn der zeitige Machthaber es gebietet. Ein anderes wäre es, w/nn überhaupt die Heiligkeit des Sabbaths bestritten, oder zwischen der Heiligkeit des Eides und deS SabbathS ein Unterschied gemacht worden wäre; aber gelassen im alten Rechte, und nur darum, weil es der Staat gebietet, muß allerdings das Vorurthril, wenn dem wirklich so wäre, gegen uns erweckt werden, daß wir unser ewiges' Heil dem zeitlichen Wohl unterordnen, und dirß kann nur hemmend jedem Emancipatious-Vrrsuch entgegen treten. Doch dem ist nicht so; unsere Geschichte spricht dagegen; unsere Altvordern litten und duldeten, und wurden gepeinigt und verfolgt, weil sie das heilige Gesetz beobachteten und an ihrem Glauben festhielten, obgleich der Staat es anders wollte.«- Dr. Hirschfeld weist dann nach, wie ungegründet das Borgeben sei, als lehre der Talmud, der Jude habe sich nur nach dem Landesgesetze zu richten und dürfe demselben sogar mehr Verbindlichkeit für sich beimeffen alS selbst dem mosaischen. Er zeigt, daß in dem vorliegenden Falle nicht einmal eine Collision zwischen dem LandeSgesetze und de» israelitischen Glaubensvorschriften eintrete, indem ja die Meining'schen Juden keineswegs gezwungen seien, ihre Kinder in die dortigen öffentlichen Untrrrichtsanstalten zu schicken, und das Wohl des Staats im mindesten nicht dadurch gefährdet werde, wenn die Juden aus Treue und Anhänglichkeit an ihren Glauben von jeder höher« Bildung sich ausschließen. --Wohl würden«« — so endigt sein Aufsatz — --sie dadurch an jedem Fortschritt, wie in frühen« Zeiten finsterer Barbarei, sich gehindert sehen, und frei sich zn entwickeln unvermögend sein, aber sie muffen auch dieses ertragen, wollen sie nicht schnöden Verratb an ihrem

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