Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 1 (1.1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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I« Zeichen der Zeit. bietet, und zwar in seinem eigenen Interesse! Und wie soll die Aufklärung sich Bahn brechen, wenn diejenigen, die sie errungen zu haben vorgebcn, mit srecher Stirne den schnödesten Gewissenszwang ausübend Auf der einen Seite zu einer Religionsbedrückung die Hand bieten und den Staat dazu verleiten, und auf der andern dann sagen, eS sei, weil es dem Staate so beliebe, durchaus erlaubt, und wer sich weigert, der Verordnung nachzu« kommen, sei einseitig! Durch solche Aeußerungen ist der heilige Glaube nur verächtlich, und die Aufklärung verhaßt gemacht. Herr I. Hofmann stellt sich zwar unter das Emancipations-Banner, und will dadurch jedem Angriff entgehen. Er meint: -"'Ucberhaupt würde es ein schlechtes Licht auf die Juden werfen, welche nach Emanripation, nach Aemtern und Würden streben, wenn das Schreiben am Sabbath ihnen verboten wäre.»» Also daß kein schlechtes Licht auf die Juden falle, dient zum Beweise, daß das Schreiben am Sabbath erlaubt sei. So denkt kein braver Jude. »"Besser ein Narr mein Lebenlang und nicht ein Bösewicht auch nur eine Stunde vor Gott.»» Wir kümmern uns nur um die Wahrheit und nicht um daS »Licht» in das wir durch sie gestellt werden. Es steht dagegen vielmehr fest, daß Grundsätze, wie die des provisorischen LandrabbinerS, sicher nicht der Emancipation günstig sind. Das amtliche Verhältniß des Individuums zum Staate innerhalb eines bestimmten Glaubens, beruht auf Treue und Redl lichkeit, durch einen Eid bekräftigt, der in einer bestimmten GlaubcnSform seine religiöse Begründung findet. Diese Glaubrnsform ist bei den Juden mit der Entweihung des SabbathS gleichgestellt; wer also die Entweihung deS SabbathS für verboten hält, uudnur darum sie gestattet, weil es der Vortheil des Staats erheischt, der würde in