Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 1 (1.1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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8 Dat Manna. Ein Maiina das sich in mehrfacher Hinsicht von bei» vorhin beschriebenen Arten unterscheidet, ist dasjenige, welches man in der Nahe des Berges Sinai findet, und dieses hat für uns ein ganz eigenthümliches Interesse, weil auch die Israeliten ihr Manna dort fanden. Der Baum, welcher es hervorbringt, ist der Tarfa-Baum, die Tamarix Mamiilera — Manna-Tamariske — Ehrenbergs, eine Specics, welche von der an der Küste wachsenden verschieden und der Tamai-ix Gallica nahe verwandt ist, denn sie unterscheidet sich von dieser letzter« fast nur durch einen etwas höher« Wuchs und durch dichtere Belaubung. Die Substanz, welche diese Bäume Hervorbringen, führt bei den Arabern noch immer den Namen Man. *) Es sitzt in Form kleiner Kügelchen an den Zweigen des Baums, und fällt während der Tageshitze herab. Die Frage, durch welche Ursache das Her, vortreten dieses Saftes bewirkt werde, ist von Ehrenberg auf überzeugende Weise dahin beantwortet worden, daß derselbe in Folge des Stichs einer kleinen Art des CoccuswurmS ausschwitzt, die erOocoua Manniparus nennt. Es geschieht dieses nur in der heißesten Jahreszeit; Wellsted konnte im Monat September trotz der genauesten Besichtigung keine Jnsccten entdecken, bemerkte aber an dem äußersten Ende der Zweige und Schößlinge des Baums, wo man sie gewöhnlich findet, noch immer den cigenthümlich süßlichen Geschmack und Geruch des Manna. Die Beduinen sammeln cs gewöhnlich in der kühler« Zeit des Morgens, wo eS in der Gestalt kleiner, fester Kügelchen au den Zweigen hängt, nehmen aber auch *) So hatten die J«raeliten da« Manna genannt, weil bei tem ersten Anblick tesselben sie au«gerufen: Man hu? Wal lst da«? 2 Mos 16. 15. — Manna ist die griechische Form kr« Worte«.