Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 1 (1.1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4872516-5427218-5427342--2074-4874518- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
vat Manna. Das Manna. Wohl jeder unserer Leser hat sich auch schon die Frage anfgeworfen, ob das Manna, von dem sich die Isreaeliten in der Wüste ernährten, ganz spurlos verschwunden sei? und ob das Manna das unsere Apotheker haben, so wie dasjenige, welches in der Nähe des Berges Sinai fortwährend sich erzeugt, eine Aehnlichkeit oder Verwandtschaft habe mit dem Manna der Israeliten? Wir wollen darüber mittheilen, was die besten und zuverlässigsten Gewährsmänner uns an die Hand geben. Das officinelle Manna, das heißt das Manna unserer Apotheker, kommt aus den südlichen Gegenden Europas (z. B. Sicilicn, Calabrien) und ist rin Product der Manna-Esche fFrnxinus ornns), aus der dasselbe herausschwitzt, vielleicht indem es durch den Stich eines Insects hervorgcrufcn wird. In Vordcrasien finden sich mehrere Baum - Arten, welche ein Manna liefern. Burckhardt,*) wo er von den Produkten des Ghor südlich vom tobten Meere spricht, erzählt: "Eines der interessantesten Produkte dieses Thales ist der Beyruk-Honig, oder wie die Araber sagen, der Assal-Beyruk. Ich glaube, daß es das Manna ist, allein ich hatte nie Gelegenheit, eS selbst zu sehen. Man beschrieb es mir als einen Saft aus den Blättern und Zweigen eines Baums, welcher Gharrab heiße, so groß wie ein Olivcnbanm sei und Blätter habe wie die Pappel, nur etwaS breiter. ES setzt sich ein Thau auf den Blättern an, und von diese» oder auch von dem Boden unter den Bäumen, der oft ganz und gar damit bedeckt ist, wird es gesammelt. *) Reisen, ,, «62.