Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 12 (12.1842)
- Date
- 1842-12-01
- Page
- Seite 370 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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370 Abu Zritun. so weit trieb/ daß er fast einen Krieg unter den arabischen Stämmen anschürte, um die Ankunft der Reisenden in Wadi Muss zu Hintertreiben. Ich hielt ihn längst für todt, da kein Reisender seitdem von ihm gesprochen hat. Aber er stand jetzt lebendig vor uns mit all seiner Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit, wie ihn jene früher» Reisenden schildern, und wir wußten sofort mit wrm wir zu thun hatten. Er war jetzt ein alter Mann von beinahe 80 Jahren und trug einen neuen arabischen Mantel und ein neues grelles gelbes Kefijeh (Mütze) mit einer ungewöhnlichen Menge neuen wollenen Garns um seinen Kopf gebunden, kurz seinen besten Anzug um uns Ehre anzuthun. Sein äußeres Benehmen war ruhig; doch trug er uns seine Gründe in einem wilden Tone vor. Er nannte einen und den andern, der ihm das Ghufr bezahlt, oder, wie er sich ausdrückte, ein Geschenk gemacht habe; er glaube, wir seien nobler und großmü« thiger als irgend ein früherer Reisender, und wurden reichlich geben. Auf unsere Erklärung, daß wir, mit des Pascha's Firman versehen, von allen solchen Forderungen frei wären, und daß er überdieß für unsere Sicherheit «ährend unsers Aufenthalts in seinem Gebiete rinstehen müsse, erfolgte die Antwort, daß er daalles wisse, und eben wegen dieser seiner Verantwortlichkeit auf ein Geschenk Anspruch mache; wenn die Regierung ihn dieser Verpflichtung überhöbe, so würde er nichts von den Reisenden verlangen. Wir sagten ihm, wir seien durch die Provinzen Gaza und Hebron gereist, wo uns die Sheikhs der Dörfer aus freien Stücken stets eine * Wache um unser Zelt gegeben und nie daran gedacht hätten, Anspruch auf Bezahlung zu machen, oder einen Wunsch darnach merken zu lassen; und daß er besser gethan haben würde, wenn er uns erst in gleicher Weise