Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 12 (12.1842)
- Date
- 1842-12-01
- Page
- Seite 371 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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9tbu 3«tun. 371 einige Gefälligkeiten erwiesen hätte, ehe er schon an Dergütung dächte. Aber nichts machte Eindruck auf diesen unbeugsamen, alten Beduinen; da saß die lange, hagere Figur mit dünnem und verfallenem Gesicht und grauem Batt, nicht heftig in Geberden oder Benehmen, sondern kalt, entschlossen, und die vermeinte Beute hartnäckig festhaltend. Seine wiederholte Forderung war 1000 Piaster, das ist so viel als SO spanische Thaler,*) von uns selbst und SOO Piaster außerdem noch von unfern Arabern. Auf letzteres schien er weniger Gewicht zu legen, da sie Nachbarn waren und wieder kommen konnten; aber uns hatte ihm, seiner Meinung nach, ein Glücksfall in die Hände gespielt, und er war bemüht diesen zu seinem größten Vortheil zu lenken. Gr hatte dieselbe Forderung an Herrn von Bertou bei seinem Hiersein vor einigen Wochen gemacht. Lord Prudhoe war ihm um dieselbe Zeit entgangen; alS er von Westen kam, blieb er nur eine Nacht hier, und brach schon wieder auf, ehe der alte Mann Zeit hatte seine Aufwartung zu machen. Dieß scheint in der That mit allen den Reisenden der Fall gewesen zu sein, welche in den letzten Jahren diesen Ort auf ihrem Wege von Akaba nach Hebron besucht haben; ihr Aufenthalt war von kurzer Dauer und da sie ihren Weg längs dem Berge Hör nahmen, waren sie im Stande wieder abzureisen, ehe die Nachricht von ihrer Anwesenheit bizum Sheikh gelangen konnte. Diesen Bortheil hatten wir durch Ersteigung des Berges weiter nördlich verloren, wo unser Besuch den Arabern um Dibdiba bekannt wurde. — Herr von Bertou hatte sich, wie er uns selbst erzählte, mit dem Sheikh dadurch abgefunden, daß er ihm *) Sin spanischer Thaler thut 2 fi. 30 kr. rhrin.