Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 12 (12.1842)
- Date
- 1842-12-01
- Page
- Seite 366 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seid. sec die Verwandlung derartiger heidnischer Tempel in christliche Heiligthümer; aber wären sie ursprünglich Grabmäler gewesen, so möchte ein solcher Uebergang weniger natürlich und wahrscheinlich dünken. Das waren die Eindrücke, mit welchen wir den Abend unter unserm Zelte in Wadi Musa zubrachten. Um uns lag die Zerstörung von Jahrhunderten; die Wohnungen und Gebäude der alten Stadt in Staub zerfallen; die Mausoleen der Todten in all ihrer ursprünglichen Schönheit und Frische, aber seit lange geplündert und die Asche ihrer Bewohner nach allen Winden zerstreut. Wohl mochte hier die Stille des Todes herrschen, denn es war daS Grab, eine Stadt der Todten, die uns umgab. Abu Zeit««. Ehe wir den Wadi Musa und die berühmten Fels« denkmäler des alten Sela verlassen, müssen wir auch noch Bekanntschaft machen mit dem Shrikh (Aeltestrn, Häuptling des Thals), damit wir nicht nur Geschichte, Lage und Beschaffenheit der Ruinen jener alten Stadt, sondern auch den Zustand ihrer heutigen Bevölkerung kennen lernen, — jener Bevölkerung die nunmehr zwi- " schen denselben Felsen wandelt, unter deren Schutz einst die Stolzen EdomS ihrer Unüberwindlichkeit sich freuten. Robinson erzählt: Sheikh Hussan — der Führer — trat in unser Zelt ein und sagte, der Sheikh von Wadi Musa sei da und verlange von uns ein Ghufr d. h. Steuer, Tribut, Geschenk oder wie man eS sonst nennen mag. Wir ließen ihm durch Huffan sagen, daß wir einen Firma» (Paß, Sicherheitsschein) von Mehemed Ali hätten, welcher letztere alle solche Forderungen inner-