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Das Morgenland · 1842-12-01 · 12 (12.1842) · p. Seite 363

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
12 (12.1842)
Date
1842-12-01
Page
Seite 363 (sequence 11)
Language
German
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®tlj. Mitten in dieser architektonischen Mannigfaltigkeit, die hier den Beschauer in Erstaunen setzt, ist aügen, scheinlich ein doppelter Stil vorherrschend, der ägyptische und der römisch »griechische; oder vielmehr es ist eine Mischung und Bereinigung dieser beiden, welche hier den hervortretenden Stil ausmacht. Der erster« zeigt sich hauptsächlich in den Gestaltungen der Faoaden, wo die abgestumpften Pyramidal »Formen und die etwas nach oben zulaufenden Fronten und Seiten beständig an die herrlichen Portale und Propyläen der Tempel von Theben erinnern. D>e mehr klassischen Ordnungen Grie» chenlands und Roms treten in den Säulen und andern Verzierungen hervor, und sind auch durchweg in einigen der bedeutenderen Monumente vorherrschend. Aber selbst hier ist alles geziert und überladen, was auf ein späte» res Zeitalter und einen ausgeartetcn Geschmack hinwrist, wo noch ein Gefühl des Schönen hinterblieben war, aber ohne die Einfachheit der.Natur. Diese Vermen» gung des Stils mag ihren Grund haben in dem römischen Einflüsse, der noch vor der eigentlichen römischen Herrschaft, sowohl von Klcinasien und Syrien, als auch von Aegypten her sich in diesen Gegenden geltend machte. Dieses geschah, wie wir wissen, ungefähr um die Zeit der Geburt Christi, und in diese Periode und die nächstfol» genden Jahrhunderte hat man wahrscheinlich die architek» tonische Kunst und die Monumente zu setzen, die der Fremdling jetzt mit Bewunderung anstaunt. Eine interessante Frage, welche an Ort und Stelle unsere Aufmerksamkeit sehr in Anspruch nahm, war die, in wieweit diese Aushöhlungen nur als Gräber anzusehen seien, oder ob irgend welche derselben vielleicht zu Ans» cnthaltsörtern für Lebende bestimmt gewesen? Ich hatte früher den Eindruck erhalten, daß sehr viele unter ihnen

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