Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 12 (12.1842)
- Date
- 1842-12-01
- Page
- Seite 359 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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35V Sela. nach, sowohl an den Seiten der Hauptfiächc als in allen Seitenthälern und Klüften, unter denen sehr viele mit einem verschiedenartig, reichlich und oft phantastisch ausgeschmückten Eingang in jedem erdenklichen architektonischen Stil versehen sind. Die Felsen im Osten nnd Westen haben die größten und zusammenhängendsten Wände; und hier sind die Gräber am zahlreichsten, aber auch andere kleinere Wadis und einzelne Felscngruppen, sowohl im Norden als Süden, sind auch in gleicher Weise besetzt. Alle diese Grabmäler blickten natürlich ans die Stadt der Lebenden herab; aber andere findet man wieder in entlegenen Gründen und verborgenen Klüften, oder zuweilen unter den Berghohen auf beiden Seiten, wohin in den Felsen ausgehauene Treppen an mehrern Stellen hinauf führen. So liegt das Deir*) hoch hinauf unter den Felsen deS westlichen Rückens mehr als eine halbe Stunde von der Stadtflächc entfernt. — Wir nahmen uns zum Führer einen Hirten des Thals, zogen dem Bache entlang über die Fläche der Stadt hinweg nach den westlichen Felsen, wandten unü dann nördlich nnd gingen einige Minuten längs denselben hin, worauf wir in eine enge Kluft traten, die von Nordwest in die Fläche hinabläuft. Sie gleicht dem östlichen Sik (Schlucht) an Enge und hinsichtlich der senkrechten Felswände an den Seiten; aber statt beinahe eben zu sein, läuft sie sehr steil aufwärts in das Herz des Gebirgs hinein. Diese Schlucht ist äußerst unregelmäßig nnd schroff, nnd in ihrem natürlichen Zustande, muß sie an vielen Stellen ganz unerstriglich gewesen sein. An solchen Puncteu ist ein Pfad von 5—6 Fuß *) Robinson besuchte jroar da«, den Name» Deir tragende Gebäude erst am folgenden Tage, de« Zusammenhang« wegen, schalten wir di« Beschreibung seine« dortigen Besuche« hier rin.