Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 12 (12.1842)
- Date
- 1842-12-01
- Page
- Seite 360 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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300 ®dii. Breite, mit Stufen in den Felswänden und längs denselben eingchauen worden;' dieser zieht sich einen großen Theil des Weges hin und ist noch in einem ziemlich gut erhaltenen Zustande. Nach vielen Krümmungen und Verwicklungen, in welchen rin Fremder ohne Führer sich nicht leicht zurecht finden würde, erreichten wir den Deir, hoch unter den obersten Felsenzacken, eine gute halbe Stunde von der Mündung der Schlucht. -r- Der Deir ist in der senkrechten Wand eines Felsen ausgehauen, der zu den hier aus dem hohen Flachland her, vorragenden Gruppen gehört. Seine Front sieht nach Südwest; der Berg Hör thürmt sich in vereinzelter Majestät ihm gegenüber empor in südwestlicher Richtung. Dieses Monument ist in größerm Maaßstabe angelegt als die Khusneh, da seine Faoade eine viel breitere Fläche bedeckt, obgleich sie wahrscheinlich nicht höher ist. Der obere Theil zeigt einen durchbrochenen Giebel, und hat drei Abteilungen, in deren jeder eine Nische befindlich - ist, wahrscheinlich zur Aufnahme einer Statue bestimmt. Die Bauart ist von schwülstigem Stile und nickst von gutem Geschmack, das Ganze ist mit Zierrathen überladen. Jedoch ist der allgemeine Effect, wenn auch weniger überraschend und schön als der der Khusneh, doch reich und sehr imposant in dieser wilden Einöde. Vor demselben liegt eine große vierseitige, geebnete Fläche, au- - genscheinlich ein Werk der Kunst,'da sie zum Theil mit Mauern wie eine Terrasse aufgebaut ist. In den anstoßenden Felsen sind an verschiedenen Stellen nach oben hin führende Treppen eingehauen, und r!ngs umher sieht man ein paar einfache Gräber. Der hohe Felsen gegenüber diesem Monument hat nach der Beschreibung Laborde'S auf seinem Gipfel eine geebnete Fläche mit eine» Säulenreihe, wohin man ebenfalls auf einem künstlichen