Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 12 (12.1842)
- Date
- 1842-12-01
- Page
- Seite 358 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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*858 Stlu. die offene Flache nahe bei der Mitte hinüber und bricht sich in gleicher Weise durch den westlichen Rücken hindurch. Nach Norden und Süden ist die Aussicht frei. Nach Rordvst zeigt sich das hohe südliche Ende des Berges von Dibdiba. Von dem östlichen Theile der Thal« fläche aus erblickt man den Gipfel des Borges Hör — der Begräbnißstätte Aarons — über der westlichen Fclsreihe. An jeder Seite des Baches erhebt sich der Boden, wie bereits beschrieben, nach Norden und Süden anfangs allmählig durch unregelmäßige Hügel und Höben, auf denen die zerstreuten Spuren von Häusern zu sehen sind, und dann nach 4—500 Schritten rascher. Nach Norden ist diese letztere Bodenerhebung von mehrern Wadis durchschnitten, »nd führt über zerstreute Gruppen von Sandstrinfelsen nach der Ebene Sutnh Beida hinauf. Nach Süden hat man von der Fläche der Stadt auS länger und steiler bergan zu steigen, vielleicht 100 Fuß. Man gelangt so ans eine höhere Ebene von flachem Boden, welche sich westwärts um das Ende des westlichen Felsen herum bis nach dem Hör oder Djebel Ncbi Harun (Berg des Propheten Aaron) erstreckt. Diese Ebene führt den Namen Sutnh Harun (AaronS Terrassen.) Bei dem Hinblick auf die Herrlichkeit dieser alten Stadt weiß man nicht recht, waS man zu meist bcwundern soll, ob die Wildniß der Lage und der Natur oder den Schönheitssinn und die Geschicklichkeit, wodurch dieser Ort in ein sicheres Asyl umgrwandelt und mit prachtvollen Baute», hauptsächlich für die Tobten ausgr, schmückt ist. Seine auffallendste Eigenthümlichkeit be« steht nicht darin, daß sich hier gelegentliche Aushöhlungen und Bildncreicn, wie die oben beschriebenen vvrfinden, sondern in der «inzähligen Menge solcher Aushöhlungen in den senkrechten Felsen ihrer ganzen Ausdehnung