Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 12 (12.1842)
- Date
- 1842-12-01
- Page
- Seite 357 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/4872516-5427214-5427340--2035-4874482- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Sela. 357 Es floß in einem kleinen Strom dem Bette des Wadi entlang, welcher hier in einer Kluft der westlichen Felsen hinein läuft, die dem östlichen Sik nicht unähnlich ist, aber breiter und weniger regelmäßig. Wir gingen in die Schlucht hinein und folgten eine Strecke weit abwärts, wo wir sie so voll von Oleandern und sonstigen Gesträuchen und Bäumen fanden, daß wir kaum vorwärts schreiten konnten. Die Wände innerhalb dieser Schlucht sind ebenfalls voll von Gräbern, alle klein und ohne Berjierung. Wir folgten der Thalschlucht eine ziemliche Strecke abwärts. Weiter nach Westen ist dieser Wadi noch niemals untersucht worden, und Niemand konnte sagen, nach welcher Richtung hin die Gewässer, wenn sie anlaufen, ihren Weg weiterhin nehmen. So viel nur ist gewiß, daß sich der Wadi nicht, wenigstens nicht als Wadi Musa, bis nach der Arabah hinab erstreckt, und die auf Laborde's Karte, und von Andern, ihm zugedachte Richtung hat keine wirkliche Eristenz. Die Sonne ging jetzt unter, und wir kehrten müde und einstweilen des SehenS satt nach unserm Zelte zurück. Wir hatten so weit wir es wünschten," eine allgemeine Vorstellung von dem Thal und seinen Wundern erhalten. Ein einziger Blick war hinreichend gewesen einen ans früher» Beschreibungen erhaltenen falschen Eindruck bei mir zu berichtigen, daß nämlich die Lage der alten Stadt an allen Seiten von senkrechten Felsen eingeschlossen, und daß der Eingang durch die östliche Schlucht der einzige unbeschwerliche von allen Richtungen her sei. Dieß ist, wie wir gesehen haben, nicht der Fall. Die Fläche der Stadt ist nur im Osten und Westen von Felsenwänden eingeschlossen. Der oberhalb Eldji auS dem Quell von Ain Musa entspringende Bach bricht sich mitten durch den östlichen Rücken hindurch, dann geht er über