Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 12 (12.1842)
- Date
- 1842-12-01
- Page
- Seite 356 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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356 ©ela. aufgeführten Häuser müssen solid und wohl gebaut gewesen sein. Beim Blick auf den Umfang dieser Ruinen erregte es unser Befremden, daß bisher so wenig daraus gemacht worden war; obwohl dieses leicht in dem höher« Jnterrcsse der umgebenden Grabmäler seine Erklärung findet. Diese Grundmauern und Ruinen bedecken eine Fläche von nicht viel weniger als einer Stunde im Umfang, in einer orientalischen Stadt Raum genug zur Unterbringung von 30—40,000 Einwohnern. Wir waren jetzt nahe bei der westlichen Wand der Klippen. Diese sind auch rother Sandstein, aber höher als die im Osten, da sie an einigen Stellen zu einer Höhe von 3—400 Fuß ansteigen. Die Wand ist. hier auch voller Gräber, wovon einige hoch hinauf in den Felsen liegen; aber im allgemeinen sind sie nicht so zahlreich und prachtvoll als die in den östlichen Felsen. Einö von den ansehnlichsten ist das unvollendete Grab, wovon Laborde eine Zeichnung gegeben hat, woraus man ersieht, daß die Arbeitsleute bei der Ausarbeitung der Facaden an den Grabmälern, wie es natürlich war, nach Abglättung der Vorderwand des Felsen oben anfingen und so immer weiter herunterarbeiteten. Wir gingen in mehrere dieser Gräber hinein, .fanden aber nichts bemerkenswerthes darin. Eine große Menge derselben ist klein und flach, bloße Aushöhlungen in der Felswand. In dem Bette des Baches, welcher gegenwärtig*) unterhalb der Khusneh auf der ganzen Fläche durchaus trocken war, sahen wir wieder nahe bei dem westlichen Felsen an mehrern Stellen Wasser hervorquellen, zwar in geringer Menge, aber von ausgezeichneter Güte und in der That weit reiner als das aus dem Bache oben. *) Den 31. Mai 1838.