Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 12 (12.1842)
- Date
- 1842-12-01
- Page
- Seite 355 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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355 $rlj. spätrer Zeit. Hölzerne Balken sind an verschiedenen Stellen zwischen den Stcinlagen eingefügt, ohne Zweifel au- Dem Grunde, um die Verzierungen von Holz oder Stu« katur darauf fest zu machen. Die Mauern stehen meistens noch vollständig; aber die Säulen der nördlichen Front, welche aus einzelnen Stücken bestanden, sind fast verschwunden. Die Eintheilung deS Innern in mehrere Gemächer und Stockwerke scheint entschieden zu bewei, sen; daß es kein Tempel war, sondern eher ein öffentliches Gebäude anderer Art. — Auf der Anhöhe südlich von dem Kusr und Triumphbogen steht die vereinzelte Säule, welche die Araber Zub Faron nennen. Als wir zu ihr Hinaufstiegen, fanden wir sie auS mehrern Stücken zusammengesetzt und mit den Grundmauern eines Tempels zusammenhängend, wovon die Bruchstücke mehrerer Säulen zerstreut umher lagen. Dirß sind die Hanptüberreste von besondern Bauwerken, welche den Blick des Wanderers in dem von der Stadt selbst eingenommenen Bezirk auf sich ziehe»; und sie sind von allen Reisenden bemerkt und beschn'eben worden. Aber diese Schriftsteller haben meistens vergessen einen Umstand zu erwähnen, oder haben ihm wenigstens nicht die Bedeutung beigelegt, die er wirklich hat, daß nämlich diese Monumente viuir einzelne Gegenstände inmitten einer ungeheuer» Strecke ähnlicher Ruinen sind. In der That war die ganze oben beschriebene Area (Fläche) einst augenscheinlich von einer großen Stadt mit Häusern besetzt. Längs den Ufern des Stromes scheint die Gewalt des Wassers die Spuren von Wohnungen wrggespühlt zu haben; aber anderwärts ist die ganze Fläche an beiden Seiten des BachS und namentlich im Norden mit den Fundamenten und Mauersteinen einer umfangreichen Stadt bedeckt. Die Steine sind bebauen und die auihnen