Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 11 (11.1842)
- Date
- 1842-11-01
- Page
- Seite 347 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Stiii. 347 krümmt sich stark; zuerst läuft es westlich, dann südwestlich und macht so noch weitere Windungen zwischen Südwest und Nordwest bis nahe beim Ende, wo sein Lauf wieder westlich ist. An einigen dieser Krümmungen laufen ähnliche Klüfte von den Seiten her ein; ein Beweis, daß die ganze FelSmaffe bis zum Grund durch solche Risse nach allen Richtungen zerklüftet ist. Der Sharakter dieser wundervollen Stelle, und der Eindruck, welchen sie hervorbringt, ist ganz unbeschreiblich, und es ist mir nichts bekannt, waS auch nur einen schwachen Begriff davon geben könnte. Ich hatte die seltsamen Sandstein-Gänge und Straßen von Adersbach besucht und mit Entzücken die romantischen Gründe der sächsischen Schweiz durchwandert; aber diese wie jene bieten nur wenige VergleichungSpuncte dar. AlleS ist hier nach einem größer« Maaßstabe von wilder und majestätischer Erhabenheit. Wir zögerten längs diesem herrlichen Eingänge hin, langsamen Schrittes und oft anhaltend, uneingedrnk alleandern und ohne Rücksicht auf die verfließende Zeit. Wir gebrauchten zu unserm Durchgänge in dieser schlendernden Weise 40 Minuten. 'Als wir dem westlichen Ende nahe kamen, brach daS Sonnenlicht auf die schroffen Felsen vor unS herein. Hier endigt daS Sik (der engste Thril der Schlucht), indem cS beinahe unter rechten Winkeln in einem ähnlichen Wadi auSläuft, der breiter ist, von Süden herkommt und nordwestlich fortgeht. Auf einmal sprang uns die schöne Facade der KhuSneh *) in der westlichen Felswand, gegenüber der Mündung deS Sik, in die Augen mit all ihrer zarten Meißelarbeit und mit der ganzen Frische und Schönheit ihres *) Cit nähere Erklärung folgt gleich unten.