Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 11 (11.1842)
- Date
- 1842-11-01
- Page
- Seite 326 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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826 Orr Prophet Dfcatja. allgemeine Aussehen des Bodens ist nicht unähnlich dem um Hebron, obgleich die Gestalt des Landes sehr verschieden ist. Es ist in der That der Landstrich in Beziehung auf welchen Isaak zu seinem Sohne Esau sagte: «Siehe da, du wirst eine fette Wohnung haben auf Erden, und von dem Thau des Himmels von oben her. 1 Mos. 27, 39.« WaS die gegenwärtigen Namen dieses alten Gebirges Seir betrifft, so heißt der nördliche Theil Djebal oder «Gebirg", der südliche bis zum Meerbusen von Akaba hat den Namen esh-Shera, welcher »Landstrich, Besitzung« bedeutet. Die jetzigen Bewohner dieser Gebirgsgegend sind Beduinen; gehen wir aber um drei und ein halbes Jahrtausend zurück, so finden wir hier die Horitcr hausend, wahrscheinlich einen kanaanitischen Volksstamm. Diese Bevölkerung mußte aber weichen, als Esau oder Edom mit den Seinigen von dieser Gegend Besitz nahm. In der älter» Zeit bewohnten die Edomitcr wahrscheinlich nur den obern oder nördlichen Theil dieses Landstriches. Denn als die Israelitin nach vieljährigem Wandern zum zweiten Mal bei Kades ankamen, und die Edomiter um Erlaubniß baten, durch ihr Land zu ziehen, um Palästina von Osten her zu erreichen, diese aber dem Brudervolkc seine Bitte abschlugen, wendeten sich die Israeliten südlich nach der Arabah und zogen durch den untersten Theil des Gebirges hinauf nach der östlichen Wüste (4 Mos. 20, 14—21.). Auf diese Weise umgingen sie das Land der Edomiter (4 Mos. 21, 4.), welches also sich nicht bis an den Meerbusen hinaberstreckte, denn sonst wäre es unmöglich gewesen, dasselbe zu umgehen. Die Blüthezeit der Edomiter fällt in eine, für uns geschichtlich ganz unbekannte Periode. Wir haben von der Macht, der Bildung und dem Wohlstand der Edo-