Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 10 (10.1842)
- Date
- 1842-10-01
- Page
- Seite 311 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Val Billhum Jerusalem. «II besserer Aufenthalt könne auSgemittelt werden, da der gegenwärtige auf die Dauer zu gerechten Besorgnissen Anlaß gibt. Inzwischen hat auf meinen Borschlag hin der Bischof sich an den Borsteher des griechischen Klosters gewendet, um mit seiner Familie auf zwei Monate daS Kloster vom Kreuze zu beziehen, welches gesund und freundlich in einem stillen Thalgrunde nur eine halbe Stunde von Jerusalem entfernt liegt. Das Ansuchen des Bischofs wurde von dem griechischen Superior aufs verbindlichste erwiedert und sofort die nöthige Einrichtung getroffen um für Herrn Alexander und seine Familie eine zweckdienliche Wohnung zu bereiten, wo er in erquickender Stille zu seiner und der Seinigen gänzlichen Wiederherstellung ein reine und frische Luft athmen kann. Ueberhaupt hat man in Jerusalem keine gesunde Luft. Dieser Uebelstand rührt aber allein von der Beschaffenheit der Stadt und ihrer Straßen her, und fällt keines, wegs dem Klima oder der örtlichen Lage zur Last; in letzterer Hinsicht ist die Gegend so gesund und freundlich als möglich. Allerdings brennt die Sonne heiß an einem Sommertage, aber um den Abend erhebt sich immer ein angenehmes Lüftchen aus Rordwest und weht mit erquickender Kühlung die ganze Rächt. Auch pflegt ein reich» licher Thau zu fallen, der das erhitzte Erdreich erfrischt. Die Straßen sind aber sehr enge und streckenweise sogar übervölkert, so daß die ftische Luft nicht den nöthigen Zutritt hat, was um so mehr Bedürfniß wäre, da für die Reinlichkeit der Straßen nichts gethan wird und aller Art Unrach und AuSwurf auf Haufen gesammelt in denselben liegen bleibt. Die Brunnen in der Stadt sind nur Ansammlungen von Regenwaffer, das so wie eS sich erschöpft anfängt zu faulen und mit seinen Ausdünstungen die Luft verderbt. Auch der üppige Pflanzenwuchs, der