Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 10 (10.1842)
- Date
- 1842-10-01
- Page
- Seite 302 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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303 Der Prophet Habakuk. ttgkeit der Wege GotteS, liegt auch diesem prophetischen Gebetliede zu Grunde. Nur kurz spricht der Prophet von dem zu erwartenden Jammer in den zwei Versen 18. u. 17. Er hatte schon im zweiten Verse von der schauerlichen Unglücksbotschaft den Ausgangspunkt seiner Rede genommen und sein Gebetlied mit den Worten an, gehoben: "HErr, ich habe gehört deine Kunde — (näm, lich die mir durch dich gewordene Kunde von dem bevor, stehenden Siege der Chaldäer über Israel) — und ich fürchte mich". Aber sofort tritt ihm die Majestät Got, tes entgegen und bis zum sechszehnten Verse, also durch den größten Theil des Liedes, ist er mit der Schilderung der Größe des sich offenbarenden Gottes beschäftigt. Die schreckliche Katastrophe ist ihm zum erhabenen Act einer Gottesoffenbarung geworden. Er begnügt sich daher die Wirkung dieser richtenden Majestät in kurzen, be, stimmten Zügen darzulegen (B. 16.17.1, und findet ab, schließend seine Beruhigung darin, daß dieser, in dem Gerichte so furchtbare Gott, dennoch der Gott seines Heiles ist, der ihn fröhlich macht und zur Höhe führt (V. 18. 19.1. Nach diesen das Ganze betreffenden Bemerkungen lassen wir noch einige auf Einzelnes sich beziehende Nachfolgen. 1. Die ersten vier Verse des zweiten CapitelS über, setzen und erläutern wir also: sV. 1.1 Ich trete auf meine Warte und stelle mich auf die Veste, und spähe, zu sehen, waS er zu mir redet, und was ich antworte auf meine Zusprache (derProphet setzt sich in Fassung, die Antwort zu vernehmen, die ihm wird gegeben werden auf feine im vorigen Capitrl vor,