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Das Morgenland · 1842-10-01 · 10 (10.1842) · p. Seite 298

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
10 (10.1842)
Date
1842-10-01
Page
Seite 298 (sequence 10)
Language
German
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Der Prophet Habakuk. r»s Hoffahrt, welchem der Chaldäer stöhnt, sieht sich der Prophet hinübergeleitet zu dem einen wahren Gott. An Ihn lehnt er sich an und ruft mit freudiger Zuversicht: «Bist nicht du von Alters her, HErr, mein Gott, mein Heiliger? wir sterben nicht»! (V. 12.) Aber nun bildet sich ihm die Frage, warum denn der HErr, der doch von Alters her der alleinige Herrscher sei und um seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit willen nicht könne einem solchen Triumph deS gottentfremdeten menschlichen Ueber« muthes zusehen, wie dieser sich bei den Chaldäern an den Tag lege, nunmehr zu schweigen und dem stechen Volk ungehinderten Spielraum zu lassen scheine? Er vergleicht das Schalten und Walten der Chaldäer, wie sie ohne Mühe und in sicherer Ueberlegenheit die harmlosen und unachtsamen Völkerstämme einen nach dem andern unter ihre Botmäßigkeit zwingen, mit den Fischern die am MeereSgestade aus den belebten Fluthen mit Netz und Garn sich widerstandlos ihre zahlreiche Beute Holm. Er stellt eS dem HErrn, seinem Gott, vor, daß der Uebermuth des SiegerS aus dieser seiner SiegeSkraft seinen Abgott mache; »er opfert seinem Netze und räuchert seinem Garne, weil dadurch sein Theil fett ist und seine Speise üppig» (B. 16.), und fragt: »Soll er darum sein Netz leeren und immerdar Völker würgen ohne Schonung»? (V. 17.). Auf diese Frage erhält der Prophet Antwort im zweiten Capitel, und zwar soll er den erlangten Bescheid' seinem Hauptinhalt nach auffchreiben und zu öffentlicher Aenntnißnahme auf eine Tafel graben. *) Der, durch die göttliche Antwort dem Prophetm zu Theil gewordene Aufschluß besteht darin, daß ihm gezeigt wird: der Sün« *1 Neder diese Stell« werden wir weiter unten noch etwa« mehr in« Sinirlne ringehen.

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