Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 9 (9.1842)
- Date
- 1842-09-01
- Page
- Seite 287 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Stand ttr Dinge im Mvrgrnlande. '*87 ordentlicher Commiffär nach dem andern ins Gebirge ge» sendet, um zu untersuchen. Dieser machte dann Ben'cht und die Pforte erklärte den Botschaftern, eS sei alles ruhig, ordentlich, und man würde wohl thun, gewissen einseitigen und übertriebenen Berichten nicht so leicht zu glauben, -egten die christlichen Bevollmächtig« ten Gegenbeweise vor, so nahm die Pfortenregierung etwa auch eine oSmanische Miene an und äußerte: Sie sei allein Meister in ihrem eigenen Hause. Wurde darauf in eben so festem Tone geantwortet und von einem Ultimatum geredet und lief etwa gar ein englisches Dampfboot mit versiegelten Depeschen von Konstantinopel nach dem Mittelmeere auS, möglicherweise um der englischen Flotte ein: "Fertig"! zuzurufen, so verzog die Pforte das grimmige Antlitz augenblicklich wieder in ein diplomatisches Lächeln und sprach: "der Dampfkessel ist schon geheizt; es geht binnen wenigen Stunden ein großherrlichcr Eommiffär nach der syrischen Küste in außerordentlicher Sendung ab, auf daß, nach genauer Ermittelung des ThatbestandeS, allen Beschwerden abgeholfen werde». Wo soll das hinaus? fragt der Leser. Wir wissen eS nicht recht, und können nur so viel sagen, daß in letzter Zeit die Pforte je mehr sie gedrängt wurde, desto hartnäckiger sich zeigte, ob sie aber bis zu einem Aeußer« sten vorschreiten, oder ob sie wie bisher immer zuletzt nachgeben wird, das kann jetzt noch kein Mensch sagen, und daS wird auch zum großen Theil von den übrigen polittschen Verhältnissen der östlichen Länder abhängen. Es war von Seite England-, Frankreichs und Oesterreichan die Pforte im Laufe des Sommers das Ansinnen gestellt worden, sie möge die Angelegenheiten de- Libanon in der Art ordnen, daß zwei Emire über die Masoniteu und die Drusen gesetzt werden und zwar ein