Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 9 (9.1842)
- Date
- 1842-09-01
- Page
- Seite 286 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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*8« Stonfc der Dinge im Morgenland«. r nen Völker und Staaten. So kommt es, daß die noch lange nicht zu einem befriedigenden Ende gebrachten orientalischen Fragen dennoch für den Augenblick konnten »erledigt» genannt werden. Die Macht Mehemed Ali's wurde gebrochen. Dadurch war die Gefahr beseitigt, daß nicht an die Stelle des zerfallenden alten Türkenreiches ein jung-kräftiges arabisches Reich trete. Anderseits damit nicht eben dieses unhaltbare Türkenrrich in seinem Verfall allen christlichen Mächten Steine des Anstoßes in den Weg säe, wurde — ob möglich oder unmöglich — seine Unabhängigkeit und Integrität ausgesprochen. So weit wäre die Sache wirklich fertig und schiene abgethan. Aber nun treten neue Schwierigkeiten hervor. Die erste hat ihren Sitz auf dem Libanon, die andere in Konstantinopel. Den verschiedenen Völkerschaften, die den Libanon bewohnen, wurde im Jahre 1840, da sie. unter dem schweren Joche Ibrahim Paschas seufzten und es darum zu thun war, diesen letzter» aus Syrien zu vertreiben, feierlich versprochen, daß ihre alten Freiheiten und Rechte ihnen alle sollten wieder gegeben werden. Dieses Versprechen gab die Pforte und die, mit ihr gegen Mehemed Ali verbündeten Mächte wiederholten cs. Die Bewohner des Libanon erhoben sich und halfen den Aegypter verjagen. Run war es an der Pforte ihr Wort zu halten; daö that sie nicht. So war eS an den Mächten sie dazu zu nöthigen; dg liegt eben die Schwierigkeit. Die Pforte, wenn man ihr etwas zumuthet, so sagt sie nicht: »Rein», — sondern sie denkt: Zeit gewonnen, viel gewonnen — und antwortet: »Sehr gut, wlr werden die Sache in Uebrrlegung nehmen und näher untersuchen». Auf die Beschwerden und Klagen der christlichen Botschafter in Konstantinopel wurde daher ein außer-