Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 9 (9.1842)
- Date
- 1842-09-01
- Page
- Seite 273 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Di« Nestorianrr. §78 sehr schonend angewendet worden. Ich forderte sie auf, mit neuer Buße sich zu dem HErrn zu wenden, damit nicht noch Schwereres über sie komme. Meine Worte fanden um so bessern Eingang alS gerade dieses Dorf eben jetzt sehr zu leiden hatte. Im Kampfe gegen die Kurden waren gegen zwanzig Männer getödtet worden, andere in Gefangenschaft gerathen; über 7000 Schafe waren ihnen von der Bergweide weggetrieben worden, und nun zeigten sich noch Heuschreckenschwärme, welche die Felder verheerten und dem armen Volke daS Brot vor dem Munde Wegnahmen. Aerstliche ThStigkeit. — Krieg. Es fanden sich besonders viele Blinde ein; an einem Tage operirte ich sieben Personen, Männer und Frauen, die am Staar litten. Die meisten von ihnen erhielten das Gesicht ganz oder doch theilweise wieder. Einige waren aus großer Entfernung hergekommen, denn das Gerücht von meiner ärztlichen Thätigkeit war weit um» her erschollen. Unter andern brachte man auch zwei schwer verwundete Jünglinge; der eine hatte in den Ber» gen einen Fall gethan, den andern hatte ein schwerer, hinabrollender Stein getroffen, der durch die Fußtritte der über ihm weidenden Schafe in Bewegung gekommen war. Beide waren, als sie herein gebracht wurden, übel zerquetscht und ganz bewußtlos, erhielten aber zur größten Verwunderung und Freude ihrer Angehörigen ihre volle Gesundheit wieder. Man betrachtet Ashithah als eines der gesundesten von allen Gebirgsdörfern; es ist auch das größte von allen. In dieser Beziehung würde es sich zu einer Missionsstation eignen. ES liegt aber zu weit abseit; auch ist der Winter hier sehr strenge, und das Holz muß weit her» geholt werden. Der Sommer ist lieblich, und die Hitze SÜRftcr 3«»r« 18