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Das Morgenland · 1842-07-01 · 7 (7.1842) · p. Seite 218

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Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
7 (7.1842)
Date
1842-07-01
Page
Seite 218 (sequence 26)
Language
German
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218 Züge au« dem Orient. Da- Reisen in der Wüste. Wie man auf einem Kameele sitze und reite, wenn man doch dergleichen sonst nicht gewohnt ist, und wie es überhaupt zugehe, wenn man die Menschen» und Häuserlcere Wüste Tagelang durchzieht, wollen wir uns von unserm lieben Schubert erzählen lassen. Er schreibt: Wer, wie wir, die Reise so einrichten muß, daß ei» und dasselbe Kameel ihn und wenigstens einen Theil seiner Geräthschaften trägt, der kann nicht ein Reitkameel oder Dromedar mit bequemem Sattel haben, sondern nur ein gemeines Lastkameel, dessen Fleischhöcker, damit die Last ihn nicht drücke, von einem Gestell von Längs» und Queerhölzern umzäunt ist, auf welchem es sich schlecht und hart genug sitzen würde, wenn man nicht etwa ri» nen Theil des Bettgeräthes: die Matraze oder Bettdecke darüber legte. Und nun mag es einmal einer, der nicht zum Geschlechte des Jbn Gan des letzten RiesenkönigS der Präadamiten gehört, versuchen seine Füße in reitender Stellung über die künstlich vervielfachte Fläche eines solchen Kameelrückens auSzuspannen und dann fühlen, wie eS einem schon nach einer halben Stunde zu Muthe wird. Damit man aber dieß fühlen könne, muß man erst, ohne vor» oder rückwärts heruntergefallen zu sein, oben auf dem stehenden Kameele fest sitzen; dann dieses langbeinige Thier, auf dessen Rücken man nur bequem hinaufkommen kann so lang es liegt, pflegt in so stoßweiser Bewegung sich vom Boden zu erheben, daß der Reiter erst fast stcilrecht nach hinten, und dann, wenn er sich in dieser Stellung festgesetzt hat, ebenso nach vorne geneigt wird. Und nun beginnt, beim harten Auftreten des guten, lastbaren Thiers, die vor» und hinterwärts schaukelnde Bewegung, bei welcher es, so lang man ib-

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