Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 7 (7.1842)
- Date
- 1842-07-01
- Page
- Seite 202 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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20) Der Prophet Zrphanja. sondern er spricht aus was nicht Fleisch und Blut, aber der Geist deS HErrn ihm konnte eingegeben haben, er spricht jene Gedanken ans, »die nicht unsre Gedanken sind», und deutet mit prophetischem Finger über den rosenfarbenen Duft der hoffnungsreichen Gegenwart hinaus in die mitternächtliche Zukunft. Wie wehe muß Zephanja's Weissagung vielen redlichen Seelen und dem frommen Könige selbst gethan haben! Und wie schwer ist das Amt eines Propheten! Ueber die Person des Zephanja wissen wir nichts, als was wir im Eingang seines Buches von ihm lesen, daß er nämlich im vierten Gliede von »Hkskia» abstamme. Wer aber dieser Hiskia gewesen sei, auf welchen die Abstammung Zephanja's zurückgeführt wird, ist nicht gesagt. Manche Ausleger haben angenommen, eS fei der König Hiskia gemeint und Zephanja also einer Seitenlinie des Davidischen Hauses entsprossen. . Dafür spricht, daß ohne Zweifel die Genealogie'so hoch hinauf zurückgeführt wird um diesen Hiskia als Ahnvater zu nennen, welcher dann, so ohne Bezeichnung hingesetzt, kaum ein anderer als der bekannte König Hiskia sein könnte. Andere Ausleger sind der Ansicht, von dem Könige Hiskia könne darum nicht die Rede sein, weil, wenn er gemeint' sein sollte, dabei stehen müßte: »König von Juda», — was jedoch immerhin zu bezweifeln ist. Seinem Inhalte nach geht Zephanja auf keine Einjelnheiten ein, weder in Beziehung auf die Feinde und die Art wie sie dem. Volke Israel den Untergang bringen werden, noch in Schilderung der künftigen messianischen Zeit, auf welche am Schluffe der Weissagung der Blick deS Propheten sich richtet. Der Auftrag Zephanja's ging im Wesentlichen dahin, zu bezeugen, daß mit den äußern Reformen — die er jedoch nicht ausdrücklich er,