Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 6 (6.1842)
- Date
- 1842-06-01
- Page
- Seite 185 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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vir Europäer im Orient. 181 Die Europäer im Orient. Wir zahlreich jetzt schon deutsche Handwerker nach dem Morgenlande wandern und entweder nach einigen Jahren der Arbeit zurückkehren, oder auch in irgend einer Stadt jener schönen Länder sich bleibend nirderlaffen, ist unfern Lesern bereits bekannt, und wir haben hie und da Mittheilungen gemacht aus den schlichten Erzählungen unserer wandernden Landsleute. Aber von allen Nationen gibt es Einzelne, die sich etwa auS dem Schiffbruch ihrer Lebenshoffnungen, den sie hie zu Lande erlitten, über das Mittelmeer hinüberfiüchten, und in fernen Landen ein Glück suchen, daS ihnen in der Heimath untreu war, oder dem sie untreu gewesen sind. Der Charakter und die Lebensgeschichte solcher einzelner an die asiatischen und ägyptischen Gestade verschlagener Franken*) trägt einen eigenthümlichen Stempel des Bunten und Mannigfaltigen, des Spielenden, Leichten und Gewagten. Um diese Menschenklaffe auch ein wenig kennen zu lernen, führen wir unfern Lesern Einen dieser Leute, als Typus seiner Schicksalsgenossen, in einer Schilderung vor, die wir dem neuern Reiseberichte eines Engländers entnehmen. Ich verbrachte — schreibt er — drei langweilige Wochen in Kairo (Hauptstadt von Aegypten). Um mir die Zeit zu vertreiben, besuchte ich zuweilen den Kaufladen eines gewissen Franken, mit Namen G. ES geschah nicht sowohl um von den Schönheitsmitteln zu kaufen, die er feil bot, als um ihn die unendliche Menge von Anekdoten erzählen zu hören, die er immer in Bereitschaft hatte, und welche er ans die ergötzlichste Weife vortrug. Die »Ile Eüropaer im Oriente heißen Franken. Wer einen -ut trägt ist Frank», wer ta« Haupt mit t,m Turdan schmückt ist »state.