Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 6 (6.1842)
- Date
- 1842-06-01
- Page
- Seite 184 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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184 Züge audem Orient. bleibliche Gang der Dinge hat unsere Erwartungen von Jahr zu Jahr gerechtfertigt. Wer daran zweifeln sollte, ob wir in diesem Stücke richtig sehen, dem wollen wir bloS versichern, daß die Errichtung deS europäisch-protestantischen Bisthums in Palästina gewiß nicht eine vereinzelte Maaßregel bleiben sollte und auch nicht bleibe»» wird. Sin tieferes Eindringen in die größer« politischen und Handelsintereffen unserer Zeit und deren Ver- und Ent-Wickelung führt ohnedieß zu dem nothwendigen Schluffe, daß in einer nicht fernen Zukunft die Wogen abendländischer Völkerbewegnng — wenn auch nicht im Style des geharnischten Mittelalters, so doch in der Geberdung unserer unendlich thätigen, Alles verknüpfenden Zeit — über die Gestade der alten Geschichtsländer rück« fluthend hereinschlagen werden. Und wenn die Einen in dem Oriente nur das Gold von Ophir werden aufsuchen wollen in allerlei menschlichen Spekulationen, so werden Andere in dem was geschieht den Finger Gottes erkennen, der heute ausführt, was vor Jahrtausenden die Propheten Israels augekündigt haben. Viele unserer Leser — das wiffen wir und freuen unS deß — gehören mit unS zu denjenigen, welche die Gestaltung der Zukunft als ein Walten deS Gottes Israels verstehen und ihnen wird es lieb sein, allerlei zu vernehmen, wodurch der Schauplatz der künftigen Dinge uns näher bekannt wird. Die Schattenseiten müssen dabei so gut hervortreten, als die Lichtseiten. Unser Glaube ist fest und klar; er träuint nicht und will nicht in rosigen Täuschungen sich wiegen. Di? Wahrheit geht allem vor; die Wirklichkeit muß erkannt werden, wie sie ist. Daß wir hiezu unter^ GvtteS Segen seit einigen Jahren daS unftige beige»ragen haben, das wiffen wir; daß wir auf dieser Bahn beharren und »och einige Schritte weiter thun sollen, das glauben wir.