Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 5 (5.1842)
- Date
- 1842-05-01
- Page
- Seite 153 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/4872516-5427214-5427326--1824-4874278- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Stand der Dinge im Morgenlande. 15g Christen. Ihm ist es aber ausgemacht, daß der Türke von einer --ungläubigen--Macht sich nichtdarf einrrden lassen und er denkt nicht daran, den Vorstellungen Gehör zu geben, welche verlangen, daß auf dem Libanon wieder ein christlicher Fürst eingesetzt werde. Da er aber die Macht zum Widerstande nicht hat, so versucht er es mit der List. Während im Gebirge die Unthaten ihren freien Lauf hatte» betheuerte Jzzet in Konstantinopel, Omer sei abberufen, und stellte sich als ob die christlichen Forderungen bei ihm das geneigteste Gehör fänden. Rach und nach ruft aber dieses hinterlistige Benehmen des Großwessiers von Seite der Mächte ein immer entschiedeneres Auftreten hervor. Schon im Monat Februar erklärte Sir Robert Peel auf geschehene Anfrage im englischen Parlamente, es seien zum Schutze der Christen im Libanon und zu Ordnung der dortigen Angelegenheiten die nachdrücklichsten Schritte eiugeleitet, und wen» die letzten Nachrichten sich bestätigen, so stände ein kräftigeres Einschreiten zu Gunsten Syriens — falls Jzzet nicht nachgibt oder nicht seine Stelle verliert — mit nächstem zu erwarten. III. Vielleicht haben sich schon manche unserer Leser gewundert, daß wir seit dem Oktober deS vorigen Jahrs kein Wort mehr gesprochen haben von dem evangelischen Biöthum in Jerusalem, während doch in andern politischen und kirchlichen Zeitblättern dieser Gegenstand so vielfach ist behandelt und angegriffen, verthridigt und erörtert worden. UnS selbst leitete der Grundsatz, den wir für Behandlung der Ereignisse der Gegenwart aufgestellt und bisher festgehalten haben, nämlich lieber zu wissen als zu vermnthen, lieber Thatsachen zu nrn-