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Das Morgenland · 1842-05-01 · 5 (5.1842) · p. Seite 152

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Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
5 (5.1842)
Date
1842-05-01
Page
Seite 152 (sequence 25)
Language
German
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15) Stand dar Dinge im Morgenlande. tat diese Gebirgsvölker nur unter einem Emir gestanden, der aus ihrer Mitte genommen war, und die Untrrthänigkeit gegen die Pforte ging nicht sehr weit. Jetzt aber sahen sie sich wie andere unterjochte Provinzen behandelt, und einen Pascha mit 1200 Mann türkischer Soldaten als KriegSbefehlShaber über das ganze Gebirge in Deir«el«Kamar *1 eingesetzt. Omer nahm seine Wohnung in dem pracht« vollen Schlosse, welches dem alten Emir Beschir gehört, und sein erstes war, die Drusen mit Auszeichnung zu behandeln, und die Maroniten hintanzusetzrn. Wir können nicht bestimmen, wie weit er die Hand mit im Spiele hatte, daß gegen die evangelischen Missionare eine Verfolgung ausbrach, und ein großer Theil der christlichen, maronitischen Bevölkerung genöthigt wurde, ihr Heil auf der Flucht zu suchen. Jndeß scheint im Grunde Omer's Bestreben doch nur dahin gerichtet, der Pforte die Obermacht über die Gebirgsvölker zu verschaffen, dadurch, daß eines gegen das andere gehetzt und eines nach dem andern unterdrückt wird. Denn sobald es ihm gelungen war, die Maroniten zu entwaffnen und ihren Muth und ihre Kraft zu brechen, wendete er seine treulosen UnterjochungSkünste gegen die Drusen selbst. Wenigstens erfährt man aus Syrien von Anfang April, daß Omer sieben Häuptlinge der Drusen angeblich zu einer Besprechung eingeladen, sie aber plötzlich am friedlichen Mahle überfallen, gefangen nehmen und fortschaffen ließ. Jzzet, der türkische Großwessier, unter dessen Zustimmung Omer handelt, sah sich genöthigt den oben genannten christlichen Mächten Rede zu stehen über die auf hem Libanon stattgehabten Uebergriffe in das alte Recht, und hie den Drusen gestatteten Gräuelthaten gegen die *1 Deir-el-Kamar ist der Hauptort de« Libanon und die bi«- herig« Restken, der Fürsten de« Gebirg«.

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