Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 5 (5.1842)
- Date
- 1842-05-01
- Page
- Seite 148 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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14$ Oer L>u«i»g der Israeliten. falls den Meeresgrund betraten, abzieht, so wird nur eben so viel Zeit übrig bleiben, daß unter den gegebenen Umständen das Heer der Israeliten höchstens über einen Flächenraum von drei bis vier englischen Meilen gehen konnte. Dieser Umstand wirft die Hypothese, daß die Begebenheit am Wady Tawarik stattgefunden habe, ganz über den Haufen, da die Meercsbreite an dieser Stelle, nach Niebuhrs Messung, drei deutsche oder vierzehn englische Meilen beträgt, die einer ganzen Tagreise gleich kommen. Dicß alles führt uns zu dem bestimmten Schluß, daß der Ort des Durchzugs auf die Nähe von Suez be, schränkt werden müsse. Der trocken gelegte Theil kann zu dem Arme gehört haben, der sich von dem Meerbusen hinaufzieht, und an seiner schmälsten Stelle zwei Drittel einer englischen Meile breit ist, früher aber wahrschein» lich breiter war; oder er könnte südlich von diesem Arm gewesen sein, wo jetzt noch die breiten Untiefen zur Zeit der Ebbe trocken liegen und das Wasserbett zuweilen durchwatet werden kann. Wenn man annehmen darf, daß vor Alters ähnliche Untiefen sich hier befanden, so möchte die letztere Annahme noch wahrscheinlicher wer» den. Die Israeliten würden dann natürlicher Weise von dem Ufer, westlich von Suez in schräger Richtung hinüber gegangen sein, eine Entfernung von drei bis vier englischen Meilen von Ufer zu Ufer. Auf diese Weise wird allen Bedingungen, unter denen dieß Wun» der stattfand, völlig Genüge geleistet. Gegen die obige Annahme, daß der Durchzug über den Arm des Meerbusens oberhalb Suez stattfand, hat man zuweilen eingewandt, daß jener Theil nicht Raum und hinlängliche Waffertiefe darbietet, um den Untergang der Aegypter, in der Art wie er erzählt wird, zu