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Das Morgenland · 1842-05-01 · 5 (5.1842) · p. Seite 147

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Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
5 (5.1842)
Date
1842-05-01
Page
Seite 147 (sequence 20)
Language
German
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Der Auljug tti Zlraeiite». 147 Aegypter wurden um die Morgenwache vom Wasser verschlungen. Wenn nun, wie es sehr wahrscheinlich ist, dieser durch ein Wunder veranlaß»« Wind auf die Ebbe so wirkte, daß dadurch in der Nacht das Wasser viel mehr, alS sonst gewöhnlich war, hinauSgedrängt wurde, so können wir doch nicht annehmen, daß diese außerordentliche Ebbe, die durch so natürliche Mittel hervorgerufen war, länger als drei oder aufS höchste vier Stunden gedauert habe. Die Israeliten mochten sich beeilen und den Durchzug beginnen, sobald nur der Weg gangbar war; da aber dieser Wind einige Zeit zuvor thätig gewesen sein muß, ehe die erforderliche Wirkung hervorgebracht werden konnte, so kann man nicht gut anneh, men, daß sie früher als gegen Mitternacht aufgebrochen wären. Vor der Morgrnwache, oder um zwei Uhr hatten sie wahrscheinlich den Durchzug schon vollendet; denn die Aegypter waren nach ihnen hineingegangen und wurden vernichtet, ehe der Morgen anbrach. Da nun die Israeliten mehr als zwei Millionen Menschen waren, außer den Heerden von großem und kleinem Vieh, so konnten sie natürlicher Weise nur langsam durchziehen. Wenn das Trockene breit genug war, daß tausend Mann neben einander zugleich hinüber gehen konnten, was etwa eine» Raum von mehr alS einer halben englischen Meile erfordern würde (und dieß ist vielleicht das Höchste, das man annehmen kann), so würde dennoch der Zug mehr als zweitausend Mann hoch gewesen sein und aller Wahrscheinlichkeit nach einen Raum von nicht we« Niger alS zwei englischen Meilen eingenommen haben. Es würde dann wenigsteneine Stunde gedauert haben, ehe die Hintersten bis zum Meeresufer gekommen wären. Wenn man nun dieß in der längsten Zwischenzeit, die da verflossen sein mußte, ehe die Aegypter eben-

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